Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Aller guten Dinge sind 2

zumindest hat es bei mir Tradition, dass ich zwei Mal im Herbst Pilze sammeln gehe. So geschehen auch am heutigen Tag. Zum einen hatte ich frei und zum anderen war das Wetter für Pilze ideal.

schmackhafter Speisepilz

Was viele Menschen ungemütlich finden, mögen Pilze hingegen sehr gerne. Kühl muss es sein und keinesfalls zu trocken. Da es die letzten Tage einiges geregnet hatte und auch die Temperaturen deutlich zurück gegangen sind, standen die Chancen nicht schlecht einige dieser köstlichen Gewächse zu finden.

Wie fast alle Pilzsammler, habe auch ich so meine geheimen Stellen, an denen ich schon des Öfteren fündig geworden bin und die ich strengstens geheim halte.
Und auch heute sollte ich nicht enttäuscht werden. Maronenröhrlinge, Fichtensteinpilze, Rotkappen und andere leckere Speisepilze hatten sich mühelos durch den Waldboden geschoben und warteten förmlich darauf, von mir entdeckt und geerntet zu werden.

einfach köstlich

Da ich zu Hause der einzige bin, der eine frische Waldpilzpfanne essen mag, hatte ich alsbald auch schon genug gesammelt und konnte frohgemut den Rückweg antreten.
Daheim folgte dann der obligatorische zweite Schritt und schon kurz darauf machte sich der angenehme Duft von in Butter schmorenden Pilzen im Haus breit. Mit ein wenig Pfeffer und Salz abgeschmeckt, mehr bedarf es nicht um diese Köstlichkeit zuzubereiten.
Guten Appetit kann man da nur sagen und danke lieber Reinhardswald.

Freitag, 15. September 2017

Kurzgedanken



Die Natur ist nicht stumm,
 es sind die Menschen die taub sind.
(Terence McKenna)

Mittwoch, 23. August 2017

Denkmalschutz? Für den Ars...

Lange war es verdächtig ruhig um den Windradausbau im Reinhardswald. Umso beschämender nun der politische Aktionismus, der nicht nur gegen Sinn und Verstand, sondern auch gegen Bürgerwille und Anstand geht.
Aber der Reihe nach:

Die Friedenseiche.

Als weithin sichtbares Wahrzeichen und Mahnmal steht dieser wundervolle Baum seit 1871 auf seinem Warthügel. Er trägt zu Recht den Status Naturdenkmal und steht unter Schutz.
Ein paar Infos über diesen Baum findet ihr auf meiner Seite:
http://www.mein-reinhardswald.de/html/friedenseiche.html

Friedenseiche Hombressen

Nun hat das Regierungspräsidium den Bau eines fast 200 Meter hohen Windrades in unmittelbarer Nähe genehmigt - gegen den Protest der Stadt Hofgeismar und des Landrats, die (leider nur) planungsrechtliche Bedenken haben.

Ich habe ganz andere Bedenken. Man stelle ich einmal vor es werden 200 Meter Windräder hinter das Brandenburger Tor gebaut. Warum nicht? Weil es die Ansicht des Baudenkmals zertsören würde, obwohl es diesem selber keinen Schaden zufügt. In Sachen Naturdenkmal scheinen die Sachen anders zu liegen und es stellt offensichtlich kein Problem dar, diese wundervolle Ansicht zu verschandeln.

darf das sein?

Wieder einmal stehen hier wirtschaftliche Interessen von Anlagenbetreibern vor dem Interesse der Menschen und selbstredend der Natur. Nicht einmal mehr vor Naturdenkmälern wird mehr Halt gemacht, die Respektlosigkeit unserer Natur gegenüber ist mittlerweile grenzenlos. Zahlen darf die Zeche der dusselige Stromkunde, also genau du und die Menschen der Region, die dieses Monster vor der Haustür haben. (sucht mal hier im Blog nach dem Label Windräder, ihr werdet staunen wo euer Geld hingeht und was so eine WKA für Gefahrenpotenzial hat)

Diese Ignoranz der Politik ist nicht mehr zu ertragen und die Bürger werden wie zu Adelszeiten als nicht vielmehr als unnützer Ballast gesehen.

wie die Politik unsere Heimat zerstört.

Alternativlos? Neuland? Worte unserer Regierung! Am Ende haben sie von Nichts gewusst und stehen staunend vor verbrannter Erde.

Zum Heulen.

Montag, 14. August 2017

Früh dran - die erste Pilzpfanne

War es letztes Jahr noch sehr sehr mühsam überhaupt ein paar schmackhafte Speisepilze zu finden, so überrascht uns die Natur dieses Jahr mit einer ungewöhnlich frühen Pilzmahlzeit.

Gestern habe ich eine nette Gruppe durch den Reinhardswald geführt (www.Reinhardswaldwandern.de) und überall am Wegesrand standen, nicht übersehbar die eigenartigen Pilzgewächse jeglicher Art und Geschmacksrichtung.

lecker

Dieser Einladung konnte ich natürlich nicht widerstehen und so zog ich frühmorgens aus, um die am Sonntag verschonten Exemplare zu suchen. Das Wetter zeigte sich auch noch von seiner besten Seite und so konnte ich bei herrlichem Sonnenschein mit meinem Pilzkörbchen in den Reinhardswald ziehen.

Schwefelinge - nicht so wirklich genießbar

Wie nicht anders zu erwarten war dauerte es nicht lange, bis ich die ersten Röhrlinge in meinen Korb legen konnte. Neben allerlei essbaren Pilzen, finden sich darüber hinaus natürlich auch noch viele andere Sorten im Wald. Immer wieder überraschen die kleinen und großen Fruchtkörper mit neuen Formen und Farben.

einfach köstlich

Da ich zu Hause der einzige bin, der frische Waldpilze mag, habe ich nur gesammelt, was ich auch essen wollte. Das empfehle ich allen, denn warum sollten wir den Wald leersammeln wenn wir am Ende nicht alles verwerten können?
Ich bin guter Dinge, dass es für dieses Jahr nicht die letzte leckere Pilzpfanne gewesen ist und freue mich schon auf den nächsten Sammelspaziergang.

Sonntag, 16. Juli 2017

Einladung

Podiumsdisskussion


am Montag, den 17. Juli 2017
um 17:30 Uhr
im Weigands Hotel Peter
in Reinhardshagen-Veckerhagen
Weserstraße 2




Mittwoch, 12. Juli 2017

Regenwald

Der Wetterbericht sollte tatsächlich Recht behalten und es den ganzen Tag regnen und schütten.
Voller Vorfreude und mit ein wenig Sorge um einen freien Parkplatz machte ich mich auf in den Reinhardswald. Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass tatsächlich niemand da war, um bei diesem herrlichen Wetter wandern zu gehen. Und das, wo gerade hier sonst gerne mal die Hölle los ist. Ich hoffe ihr verzeiht mir die Ironie an dieser Stelle

niemand da

Natürlich will ich euch gerne einmal zeigen, warum ich denn so gerne bei diesem Hundewetter unterwegs bin. Zum einen kennt natürlich jeder den Spruch "Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung", und zum anderen ist mein Regenequipment in der Tat ausreichend für ein paar Stunden im Nassen.

Regenwald

Auf dem Bild oben und dem folgenden unten habe ich versucht zwei Regenstimmungen einzufangen. Natürlich fehlen die untermalenden Geräusche, der Regen, der unablässig auf das Blätterdach prasselt und der Wind, der an den Baumkronen rüttelt, bis sich Sturzbäche gen Boden stürzen.
Vögel hörte ich dagegen keine, die scheinen lieber in ihren Unterschlupfen bleiben zu wollen, bis sich das Wetter einigermaßen gebessert hat.

Baumriese

Bei und nach einem kräftigen Regen riecht unser Wald auch ganz besonders. Alles ist frisch, rein gewaschen und atmet tief durch. Diesen Duft mag ich ganz besonders und er verleiht augenblicklich  Kraft und gute Laune.

Ich kann euch nur empfehlen selbst einmal bei Regen in unseren Wald zu gehen, die einmaligen Stimmungen zu genießen und unsere Natur von einer ganz besonderen Seite kennen zu lernen.

Ach ja, selbst wenn ihr dabei nass werden solltet, ihr trocknet auch wieder :-)



Mittwoch, 21. Juni 2017

offener Brief zur Windenergie

Die Interessensgemeinschaft Reinhardswald hat jüngst einen offenen Brief an die Gemeindevertretungen geschickt, einen leidenschaftlichen Appell an die Vernunft, nicht stur nach Vorgabe und parteipolitisch verordneter Maßgabe zu entscheiden, sondern auch an Sachen wie Heimat und Natur vor der Haustür zu denken. Diesen Brief könnt ihr hier im Format dreier Bilder lesen:



Ich stimme dieser Position zu und habe in diesem blog auch schon Einiges zur Faktenlage, speziell den Bau der Windkraftindustrie im Reinhardswald betreffen, geschrieben. Gern dürft ihr unter dem Label 'Windräder' diese Beiträge lesen und euch am Ende selbst ein Bild von Der Sinn- oder Unsinnigkeit von Industrieanlagen im Wald machen.