Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Montag, 30. Dezember 2013

Kolumne - Der politische Jahresrückblick

Nun steht wieder einmal der Jahreswechsel an und allerorten gehen die Leute auf die Suche nach den guten Vorsätzen für das neue Jahr. Damit man freilich weiß, was sich denn so alles vornehmen lässt, muss man natürlich erst einmal das alte Jahr reflektieren, um aus den Fehlern die nötigen Verbesserungen abzuleiten.

Große Meldungen beherrschten auch 2013 die Schlagzeilen, doch viel interessanter sind all die Themen, die nur kurz und oft als Randnotiz auftauchten und schnell wieder verschwunden waren oder sich auf gar zauberhafte weise lösen ließen.

Neuland für die Kanzlerin


Offiziell etwa ist der NSA-Skandal längt beendet. Zwar liest man hier oder da von immer neuen Enthüllungen über die Methoden und den Umfang der weltweiten Spionage der Freunde von hinterm Teich, aber da das ganze Inernet und wahrscheinlich auch das Telefon für die Deutschen Neuland ist, wird die Sache kurzerhand für beendet erklärt, wahrscheinlich nachdem Merkel Obama telegraphiert hat, dass die Bürger ja gar nicht wissen, was sie da alles benutzen. Wie gut die Kanzlerin doch die Menschen kennt.
Denen wurde dabei wie immer alternativlose Aufklärung versprochen und ich bin mir sicher, dass diese keinerlei Ergebnisse bringt, schaffen es die selben Leute ja seit Jahren nicht einmal, ihre Nebeneinkünfte endlich wirklich offenzulegen. Trotzdem benötigt man dabei natürlich all die Dinge wie Voratsdatenspeicherung, Kameraüberwachung und - SEPA sei Dank - auch bald vollen Kontozugriff. Rein prophylaktisch natürlich und ohne jeden Generalverdacht. Und mit drei zusätzlichen parlamentarischen Staatssekretären muss es ja besser werden. (Wahl-)Versprochen!

Andere haben doch schließlich auch Krisen


Auch die Eurokrise ist offiziell heute nicht mehr als ein Kriselchen und in den Medien häuften sich, vor allem vor der Bundestagswahl, die Meldungen über die positiven Entwicklungen in Europa. Kleinigkeiten wie Rekordschuldenstände der Euroländer, Massenarbeitslosigkeit im Süden mit gelegentlichen Straßenschlachten, Anleihenkäufe mit Verallgemeinerung von Staatsschulden und Zinsen die Nahe 0 liegen, sind dabei nicht erwähnenswert, schließlich haben wir unser Feindbild im Osten mit dem bösen Putin, der der armen Ukraine den EU-Anschluss versauen will. Zwar will die Mehrheit der Menschen der Ukraine den gar nicht, sondern nur eine Mehrheit in der Hauptstadt, aber es lenkt doch so herrlich von den eigenen Massendemonstrationen in Spanien und Italien ab. Wirklich Fahne zeigen kann die EU eh nicht, weil wir es im Winter natürlich weiter warm haben wollen in der guten Stube und das Gas dafür leider in nicht unerheblicher Menge vom Osten her zu uns kommt. Bleibt also alles beim alten.

Was sind schon 1200000000000000 $ Risiko


Das Wort Bankenkrise, oft im Zusammenhang mit der Eurokrise gefallen, ist ebenfalls fast schon in Vergessenheit geraten, schließlich liegen die nicht länger von den Geldinstituten benötigten giftigen Papiere jetzt in Bad-Banks beim Steuerzahler und die Banken gehen mit unbegrenzt frischen Steuerzahler-EZB-Geld an die Börsen, die mal wieder alle Rekorde brechen. Die Summe der im Umlauf befindlichen Derivate (also Papiere ohne reellen Gegenwert) liegt übrigends bei etwa 1200 Billionen Dollar, die weltweite jährliche Wirtschaftsleistung bei etwas über 80 Billionen Dollar. Wie lange das gutgehen wird, dürfte jeder Grundschüler begreifen, Politiker offensichtlich nicht, schließlich hat auch der Warnschuss 2008 keinerlei Eindämmung der Zockerei bewirkt. Lobbyarbeit zahlt sich eben auch 2013 aus, auch wenn Politiker offiziell aufsichtsratspostenunbestechlich sind...

Schreib's dir einfach schön


Fast schon zur Gewohnheit dagegen ist die ewige Abschreiberei unserer Volksvertreter geworden. Frau Schavan etwa hat es im Jahr 2013 mit auf die Liste der Plagiatsverdächtigen geschafft und ist dort bekannter Maßen in 'guter' Gesellschaft. Wen wundert es bei so vielen kreativen Köpfen da noch, dass auch ein Armutsbericht bei seiner Veröffentlichung ein wenig umgeschrieben und für wahr ausgegeben wurde. Schließlich darf nicht sein was nicht sein soll, auch wenn die Tafeln aus allen Nähten platzen und so viele Menschen wie nie zuvor mit Hartz4 abgespeist werden. Man muss den Menschen eben nur oft genug erzählen wie toll alles ist, dann glauben sie es schon irgendwann. Augen zu und durch oder wir sitzen es mit Merkel einfach aus.

Gott sei Dank gibt es aber nicht nur Verdruss, sondern auch noch reichlich Abwechslung vom grauen Alltag. Mit einer ordentlichen Pferdelasagne und einer Pulle Glykol-Wodka geht es ab vor die Glotze zur inhaltslosen Dauerberieselung. Spaß TV der Neuzeit, das sind Quotenbringer wie DSDS, Djungelcamps, F-Promishows und  Sofasport. Ein bisschen Tittytainment in den Nachrichten dazu und schon gehts und gut im Reich des Zensus.

Scotty, Energie!


Bleibt nur zu hoffen dass der Stom für die Glotze noch reicht, schließlich leben wir in Zeiten der Energiewende und da droht der tägliche Blackout. Nach Fukushima ergriff nämlich die Regierung eine Atomausstiegspanik und seitdem nutzt die Energielobby alles aus, um Panik zu schüren und den Strom noch teuerer zu machen, auch wenn er in Wirklichkeit an den Strombörsen immer billiger wurde. Die Wirtschaft ist wie immer von allen Nachteilen ausgenommen, und zahlen dürfen nur die Bürger. Gut dass wenigstens die EU für die Deppen mit- und vorausdenkt und schon seit 2009 die Glühbirnen durch energieparsamere Quecksilberleuchtmittel ersetzt hat. Gesundheit hin oder her, Strom muss gespart werden. 2014 dann darf ein Staubsauger nicht mehr als 1600 Watt auf den Prüftsand bringen, wieder aus Gründen der Energieeinsparung. Fein, können wir alles, was wir einsparen den Konzernen an Strompreiserhöhungen gleich wieder überweisen. Und wenn die Kohle trotzdem nicht reicht, gibts nach den neuesten Plänen Prepayd Strom bis der Kasten dann irgendwann ausgeht und man sich zur Erheiterung wieder ganz auf die BILD-Zeitung besinnt...

Calden hebt ab


Auch regional gab es einige bemerkenswerte Entwicklungen, allen voran unser Vorzeigeregionalflughafen Kassel-Calden, der es auf Anhieb ins Schwarzbuch der Steuerzahler geschafft hat. Damit konnte nun freilich niemand rechnen und so bleiben jegliche Konsequenzen für die Bauherren aus, trotz der seit Planung vielen mahnenden Stimmen. Passend zum Grimm-Hype in der Region fällt der Flughafen nun in den Winter-Dornröschenschlaf und es bleibt abzuwarten, ob im Sommer ein Prinz vorbeikommt, der ihn wieder wachküssen wird. Bis dahin schlagen die Verluste voll in die haushalte ein und die Bürger von Calden, Kassel und dem Landkreis dürfen sich schon jetzt auf höhere Abgaben und weniger Leistungen freuen, auch wenn in Kassel jüngst ein Algenschwimmbad eröffnet wurde. Die Vorstände des Flughafens, drei an der Zahl, bleiben uns dagegen bei vollem Lohn erhalten, auch wenn sich eben mal ein halbes Jahr nichts dreht am Luftfahrtzentrum Nordhessen.

alles Öko oder was?


Calden ist also quasi ein Selbstläufer und so kann sich die Politik wichtigen Aufgaben wie der Zerstörung der einmaligen nordhessischen Landschaft widmen. Im Söhrewald stehen bereits die ersten Riesenwindräder, die das gesamte Landschaftsbild verschandeln, das Ökosystem beeinträchtigen und noch mehr Überkapazität an Strom schaffen, die unsere Netze angeblich gar nicht vertragen und den wir zu Hochzeiten ins Ausland VERSCHENKEN. Solche Landschaftsverschandeler sollen nun auch im Reinhardswald gebaut werden (im blog hier nachzulesen), was einigen Investoren volle Taschen bescheren wird, aber die Region auf unabsehbare Zeit massiv und unwiederbringlich beeinträchtigen würde. Grüner Strom jedenfalls sieht für mich anders aus.
Genauso verhält es sich mit der Pipeline von K+S aus (ebenfalls im blog nachzulesen). Mit der richtigen Lobbyarbeit an den entsprechenden Stellen und schon steht der Umweltsauerei und der regionalen Belastung nichts im Wege und die Aktionäre weltweit freuen sich weiter über dicke Dividenden auf Kosten der Menschen hier.

Politik 3.0


Bleibt zu hoffen, dass sich die Volksvertreter mal wieder echte gute Vorsätze für das kommende Jahr auf die Fahne schreiben, die nicht wie die Wahlversprechen schon direkt am Wahlabend wieder kassiert werden. Mit ein wenig Mut und Liebe zur Heimat kann vieles bewegt werden, was allen hilft, Wirtschaft, Bürgern und der Natur. Und wir als Bürger müssen diese guten Vorsätze immer wieder auf die Agenda bringen. Wir alle. Das muss unser guter Vorsatz dabei sein.

Sonntag, 22. Dezember 2013

Pipeline und Salzsee von Grünen abgenickt


Aus Grün wird Schwarz

Ich hatte es ja schon geahnt, dass es so kommen würde, doch nun wurde es auch per Unterschriften der neuen Landesregierung besiegelt. K+S wird immer wahrscheinlicher gewinnen, die Bürger und vor allem die Natur bleiben als Verlierer.

Schauen wir uns dazu doch einmal den Koalitionsvertrag in den entsprechenden Teilen an und beleuchten im Anschluss die enthaltenen Tatsachen. Geschrieben steht dort in den Zeilen 529- 537:
Die Bewahrung der Schöpfung und der Schutz von Natur und Umwelt sind unsere Grundanliegen in der Verantwortung für kommende Generationen. Wir wollen unsere Heimat Hessen mit den zahlreichen wertvollen Landschaftsstrukturen und unseren wichtigen Lebensgrundlagen erhalten. Sauberes Wasser, gesunde Luft, intakte Böden, eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt, unsere Wälder und der sparsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen sind Kernpunkte der Umweltpolitik von CDU und BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN in Hessen.

Das liest sich gut finde ich, geben sie der Natur doch den Stellenwert, den sie verdient. Leider ist der Vertrag damit nicht zu Ende, sondern nun geht es in der Folge daran, die einzelnen Passagen wieder aufzuweichen und die Kernpunkte samt der gelobten Verantwortung in die Tonne zu kloppen.

Ja, aber...


Ab Zeile 595 geht es dabei konkret um den 'Schutz' von Werra und Weser:
Die Koalition verfolgt das Ziel, die Belastung des Grundwassers und des Oberflächenwassers im Naturraum Werra-Weser durch Salzabwässer dauerhaft zu beenden. Dies wollen wir im Einklang mit der Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Kali-Standortes in Nordhessen und der vielen tausend Arbeitsplätze erreichen. Grundlage für unser Handeln sind die Empfehlungen des Runden Tisches ‚Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion‘. Dabei unterstützen die Koalitionspartner auf der Grundlage der bestehenden Genehmigungen alle Maßnahmen, die zu einer schnellstmöglichen Beendigung der Salzabwassereinleitung in die Werra führen. Hier erwarten wir – auch aufgrund der absehbaren Beendigung der Versenkung – seitens des Unternehmens K+S weiterhin entsprechende Anstrengungen. Die Hessische Landesregierung wird ihrerseits in Verhandlungen mit den Anrainerländern alles tun, um die Voraussetzungen für eine zügige umweltgerechte Entsorgung der Salzabwässer zu schaffen (u.a. Pipeline an die Oberweser oder an die Nordsee).

Im Klartext heißt das nichts anderes, als dass die neue Landesregierung den Bau der Pipeline zur Weser unterstützen wird, da der 'Runde Tisch' genau das empfiehlt. Hierbei nun auch noch von der Nordseepipeline zu sprechen ist ein echter Witz, dürfte der Bau solch einer Leitung irgendwo in den hintersten Sternen stehen, bzw. meiner Meinung nach gar nicht ernsthaft in Betracht gezogen worden sein. Der hier erwähnte 'Runde Tisch' ist, wie ich denke, in diesem Zusammenhang keine neutrale Instanz, sondern aufgrund der mehrheitlichen Zusammensetzung aus Wirtschaft und Politik, ein reines Legitimationsinstrument, um dem Bürger einen Interessensausglich vorzugaukeln, der jedoch nicht stattfindet. Soweit mir bekannt, wird dieser 'Runde Tisch' zudem von K+S finanziert, was eine politische Einflussnahme zumindest nicht ausschließt, wie die Wirtschaftslobbyarbeit immer wieder in beeindruckender Weise zeigt. Dazu wird dann noch ein bischen auf die Arbeitsplatztränendrüse gedrückt uns schon darf der Müll weiter in die Umwelt gekippt werden, trotz dreistelliger Millionengewinne...

Grüne verkaufen sich für den eigenen Machtanspruch


Die Grünen hatten es in der Hand sich dagegen zu stellen, haben aber lieber ihre Werte wieder einmal für den eigenen Machtanspruch verkauft und dabei wirtschaftliche Interessen über die Umwelt und Lebensqualität der Menschen gestellt. Aussagen, die vor der Wahl getroffen wurden, sind natürlich längst vergessen, schließlich hat man die Wählerstimme schon im Sack und bei der nächsten Wahl weiss der Depp von Bürger eh nicht mehr was man so alles regiert hat. So riskieren sie nun also eine ganze Region mit ihrer unwiederbringlichen Einmaligkeit für die Profitmaximierung eines Aktienkonzerns, der zu exakt 100% seinen Aktionären (die Rendite wollen) und zu 0% den Menschen verspflichtet ist, die von seiner Umweltverschmutzung betroffen sind. Anstatt alles technisch mögliche einzufordern, geht die Politik in die Knie und lässt zu, dass eben nicht alles technisch mögliche eingefordert wird (z.B. Eindampfung o.Ä.), sondern stattdessen sich die Vorstände und Aktionäre mit den so unbenötigten Konzerngewinnen weiter üppig Bonifikationen ausschütten können, während für tausende Menschen die Lebensqualität sinkt und das Grundwasser als Lebensgrundlage gefährdet wird. Von der CDU hatte ich nichts anderes erwartet, von den Grünen hatte ich anderes erhofft...

 Was bleibt ist der Schaden


Das Fazit ist traurig, wie meistens wenn die Politik im Spiel ist. Die Wirtschaft brummt, die Konzerne lachen und zahlen dürfen die Zeche am Ende die anderen dafür. Bleibt nur, den Widerstand gegen das Projekt so lange wie irgend möglich aufrecht zu halten. Ich zähle auf Euch dabei!

Samstag, 21. Dezember 2013

Wanderung auf die Faule Brache

Das Wetter zeigte sich heute kalt und windig, doch das ist noch lange kein Grund nicht in den Wald zu gehen. Für viele ist der Wald nach seinem bunten Herbstspektakel nun nicht länger interessant. Kahle Bäume, braunes Gras, Matsch und aufgeweichte Wege, das klingt alles nicht sehr einladend. Ist es aber. Schließlich bietet ein Wald eine so große Vielfalt, dass in jeder Jahreszeit genug zu entdecken gibt und gegen schlechtes Wetter gibt es heutzutage ausreichend schützende Kleidung.

kleiner Teich im Reinhardswald

Heute war mir mehr nach Querfeldein und bis auf kurze Forstwegpassagen erkundete ich den Wald auf halb zugewachsenen Rückewegen, die mitunter ziemlich sumpfig waren.
In der Nähe der alten Revierförsterei Mariendorf ging es los in einen wunderschönen Eichenwald, der bald in einen Fichtenwald übergeht. Nachdem der Forstweg kurze Zeit später abrupt endet, kommt schon nach kurzer Wegstrecke ein kleiner Teich, der sich idyllisch in die Landschaft schmiegt und in dem sich die Bäume spiegelten. Ohne feste Schuhe ist diese Gegend nicht gut zu erkunden, denn schon bei wenig Regen bildet sich hier eine fast durchgehende Sumpflandschaft, die hohe Trittsicherheit erfordert, um nicht in einer der mit Gras überwachsenen Pfützen knietief zu versinken.

Fernblickvon der 'Faulen Brache'

Überall auf den aufgeweichten Pfaden ließen sich frische Tierspuren von Rotwild und Wildschweinen entdecken und die, natürlich wie immer angeleinten Hunde, schnüffelten was die langen Nasen hergaben. Auf der Anhöhe der Faulen Brache konnten wir heute eine gute Fernsicht und ein schönes Wolkenspiel genießen, ehe wir, natürlich auf einem Rückeweg, zurück zum Auto wanderten.

Zum Nachahmen müsst ihr etwa 2 Stunden Zeit und die erwähnten guten Schuhe mitbringen, dann aber lässt sich der Reinhardswald, nicht nur an dieser Stelle, jeden Tag aufs neue entdecken.

Wer sich zu einer spätherbstlichen Wanderung auf besseren Wegen inspirieren lassen möchte, findet ein paar Tourenvorschläge im  Mein Reinhardwald Wanderführer

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Pipeline und Salzsee mit schwarz/grün?

Derzeit befindet sich die CDU in Hessen in Koalitionsgesprächen mit den Grünen. Diese grüne Partei hatte sich, vor allem früher, den Umweltschutz groß auf die Parteifahne geschrieben. Das Aktionsbündnis salzfreies Märchenland hat sich nun mit einem Brief an beide Parteien gewandt, das Thema K+S mit der geplanten Oberweserpipeline und dem Salzwasserspeicherbecken (hier nachzulesen) in den Verhandlungen zu thematisieren.

Es wäre natürlich wünschenswert, wenn die Grünen endlich mal wieder Farbe bekennen und politisch auf der Verhinderung dieser Vorhaben bestehen würden. Leider hat allzu oft die jüngere Vergangenheit gezeigt, dass die Parteien in Deutschland ihre Ziele nach der Stimmabgabe der Wähler alsbald neu formulieren und in Koalitionsverträgen die eigene Postenversorgung über die Parteimaximen stellen, die sie den Wählern vor der Wahl vorgaukeln.

Ein politisch gefordertes Aus der Bauvorhaben ist meiner Meinung nach also nicht in Sicht. Umso wichtiger, dass die Menschen der Region nicht aufhören, ihren Unmut immer wieder kundzutun.

Wer sich weiter zu diesem Thema informieren möchte kann das beim Aktionsbündnis salzfreies Märchenland tun.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Räuchern mit heimischen Kräutern - Teil 1 Geschichte

Heute möchte ich mit einer kleinen Serie beginnen, die sich mit dem Thema des Räucherns beschäftigt.

Geschichtliches:

Räuchern ist wohl seit der Mensch das Feuer für sich entdeckt hat, immer mehr zu einem Brauch, einer Kunst und Tradition geworden, die schließlich in jeder bekannten Hochkultur der Geschichte einen festen rituellen, aber auch alltäglichen Platz fand.
Dabei dürfte es ursprünglich eher reiner Zufall gewesen sein, wenn frühzeitliche Menschen Holz, Rinde, Harze oder Kräuter in ihr Feuer warfen und sich daraus angenehme Düfte entwickelten, welche die Launen der Umsitzenden zu beeinflussen vermochten.
Durch Beobachten und Ausprobieren wurden mit der Zeit immer mehr Pflanzen entdeckt, die mit ihren verschiedenen Düften unmittelbar eine stimmungsverändernde Wirkungen hervorriefen. Diese konnten nun gezielt gesammelt und für bestimmte rituelle oder gewöhnliche Zwecke eingesetzt werden.
Von Generation zu Generation wurde das immer größer werdende Wissen darüber weitergegeben und mit der Erfindung der Schrift schließlich aufgezeichnet und dadurch noch weiter verbreitet.
Regional entwickelten sich, je nach Verfügbarkeit der Räucherstoffe, unterschiedliche Riten und Traditionen, doch im Kern bleibt der Sinn dahinter immer gleich.

Hokuspokus oder Wissenschaft?

Über das Räuchern geistern heutzutage viele Geschichten umher und die meisten ordnen das Rächern unter dem allgemeinen Begriff der Esotherik ein, dabei kann das Räuchern doch vielmehr als nur das bloße Verbrennen von Pflanzenteilen sein.

In der alltäglichen Anwendung übernahm das Räuchern die Aufgabe die Luft in den Häusern zu verbessern oder um Nahrungsmittel haltbar zu machen. Noch heute werden z.B. Wurst, Käse oder Fisch über verschiedenen Hölzern geräuchert, um sie zu konservieren und den Geschmack zu verbessern. Daneben erlangten Räucher-Rituale zu medizinischen, religiösen, weissagenden und magischen Zwecke eine große Bedeutung.
Von vielen Pflanzen ist heute, nicht nur in der Homöopathie, sondern auch in der Schulmedizin eine gesundheitsfördernde,desinfizierende oder heilende Wirkung bekannt, die zum Teil durch das Verräuchern bzw. Einatmen erreicht wird. Es ist also weit mehr als bloßer Hokuspokus.
Buddh. Kloster im Himalaya
Religiös ist in unserem Kulturkreis wohl der Weihrauch am weitesten verbreitet, der in katholischen Kirchen zum Einsatz kommt. Im Hinduismus und Buddhismus findet, vor allem in Asien das Räuchern heute ebenfalls ganz selbstverständlich im alltäglichen religiösen Leben statt.
Doch nicht nur aktuell, sondern schon seit der Steinzeit wurde auf Altären Räucherwerk verbrannt, um die Gottheiten milde zu stimmen. Bei den Kelten war es üblich, neben dem rituellen Hauptfeuer- und Räucherplatz in der Dorfmitte, einen kleinen Hausaltar zu haben, der mit Opfergaben versehen wurde und an welchen kleine Räucherzeremonien abgehalten werden konnten.
Weltweit ist das Räuchern aus den Hochkulturen in Ägypten, Mesopotamien, Griechenland, dem römischen Reich, dem Orient, sowie den indianischen Stammesritualen und aus Europa bekannt. Es zeiht sich also weltweit durch die Menschheitsgeschichte.

 

Und heute bei uns?

Räucherzeremonien werden in unserer Gesellschaft zur atmosphärischen Reinigung und Desinfektion von Wohnräumen und Häusern genutzt. Darüber hinaus ist das Verbrennen von Räucherwerk, wie früher religiöse Handlung und Opfergabe an die Götter und wird gern bei Gottesdiensten, Hochzeiten oder Taufen eingesetzt.
Räucherwerk wird zur Hilfe bei der Meditationen und zur Stärkung der spirituellen Energien verwendet. Ebenso wird in der alternativen Medizin auf die heilende Wirkung bestimmter Räucherstoffe vertraut.
Das alte Wissen wird in vielen Bereichen wiederentdeckt und immer mehr Menschen sehen das Räuchern als Bereicherung ihres täglichen und spirituellen Lebens. Natürlich gibt es auch einige, die nur wegen des 'netten Duftes' räuchern, doch auch diese lassen sich ganz unbewusst von den Düften beeinflussen. Darüber hinaus bietet ein Räucherritual vor allem auch Zeit zum Abschalten, was in unserer hektischen Welt immer wichtiger wird.
Ich würde jedem raten, sich einmal etwas näher damit zu beschäftigen, denn es gibt viel zu entdecken, was unser Leben bereichern kann.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Kolumne - Advent, das jährliche Chaos

Seit Ende August haben Spaliere von Schokoladenweihnachtsmännern, Sonderposten von Spekulatius- und Dominosteinkisten und Palettenweise Christkindlmarktglühwein es bereits angekündigt: Weihnachten kommt. Gefühlt würde ich sagen, ist die Osterwaren gerade erst aus den Regalen verbannt worden, als schon die ersten Vorboten auf die besinnlichste Zeit des Jahres ihren Platz einnahmen. Reichlich Zeit also sich schon einmal auf die weihnachtliche Zeit zu freuen, bei der alle um den Tannenbaum versammelt sind, singen, Geschenke austauschen und sich die Bäuche vollschlagen, sofern sie sich seit August an dem Naschwerk noch nicht überfressen haben sollten.

Warum aber nur scheinen für viele Menschen gerade die letzten Wochen vor Weihnachten zu einem nicht zu unterschätzenden Stressfaktor zu werden? Kommt Weihnachten einfach zu plötzlich? Wohl kaum, schließlich winken uns, wie erwähnt, seit Ende August die Weihnachtsmänner aus den Regalen zu. Oder vielleicht doch gerade deswegen? Weil die Vorweihnachtszeit auf beinahe Halbjahreslänge gedehnt und uns somit unendliche Zeit bis zum Tag des Festes suggeriert wird? Ja, Geschenke kaufe ich bald...ist ja noch Zeit. Und so werden wir auch dieses Jahr wieder verzweifelte Mitmenschen am Heiligabend durch die Geschäfte hetzen sehen, die in allerletzter Minute noch ein persönliches Geschenk erstehen wollen - Geld schenken kann ja schließlich jeder.

Was genau feiern wir eigentlich?


Ich würde sagen wir feiern die Erfolge der Werbe- und Konsumindustrie. Schließlich schaffen die es immer wieder den Menschen Milliarden Euro für Dinge aus der Tasche zu ziehen, die oft unnütz sind oder kurz darauf wieder umgetauscht werden, weil sich die Menschen wohl doch nicht so gut kannten wie sie dachten. Geiz ist Geil gilt dabei höchstens für die Wahl der Einkaufsstätte, nicht jedoch für das Geschenkebudget. Es wird gekauft was der Ratenkredit hergibt, nur um einem Ideal von Musterweihnachtsmarionetten zu entsprechen und sich bloß nicht eingestehen zu müssen, dass man es vielleicht ein wenig übertreibt oder sich doch nicht so ganz leisten kann, was alles unter dem Baum liegt. Wer will schon gern bei der Prahlerei nach Heiligabend sagen müssen, er habe nur Kleinigkeiten bekommen oder am Ende so herrlich nützliche Dinge wie Socken oder eine neue Mütze. Nein, da müssen schon andere Kaliber her und natürlich immer mehr und teurer als das Jahr zuvor, schließlich soll Weihnachten jedes Jahr aufs neue das Fest der Rekorde werden.

Schaut man in die Zeitung, so funktioniert das auch. Jedes Jahr bricht der Handel die Umsatzrekorde des Vorjahres, die Weihnachtsmärkte boomen, zumindest bis auf die Stände der Kirchen, die werden immer weniger. Was die auch dort zwischen all den Suffbuden zu suchen hatten wollte sich mir nie so ganz erschließen, nahmen sie doch wertvollen Platz für einen weiteren Glühweinstand ein. Ja, Weihnachten ist heute weit mehr als ein beschauliches Miteinander, es ist das Fest der Superlative.

 

Früher war alles anders?


Oh ja, es war bei weitem nicht so eine Hektik in der ganzen Sache und der Konsum stand auch nicht so exzessiv im Vordergrund. Für viele ist Weihnachten nur noch eine lästige Pflichtveranstaltung , bei der man etwas zu feiern scheint, was man das ganze Jahr über nicht mal im Ansatz beachtet. Da quälen sich Menschen in die überfüllten Weihnachtsgottesdienste in die ansonsten gähnend leeren Kirchen, offenbar in der Hoffnung endlich vom Weihnachtsgedanken beseelt zu werden. Schenken und beschenkt werden findet in einer rituellen Weise statt, die oftmals das wahre 'Wollen' dahinter vermissen lassen und dass sich viel zu viele Menschen in diesen Tagen der Völlerei hingeben, ist hinlänglich bekannt.
Und kaum ist der ganze Spuk vorbei, kehrt man brav in den Alltag zurück, lässt die Kirchen wieder achtlos links liegen (schließlich will man Sonntags ausschlafen), kehrt zur gewohnten Büchsenernährung zurück und freut sich irgendwie insgeheim, dass man diesen Mist überstanden hat.

 

Wir können auch anders


Vielleicht sollten wir uns vorher einmal Gedanken machen, was wir denn überhaupt feiern wollen und vor allem wie, ehe wir einer Masse blindlings folgen. Egal ob christlich angehaucht, die Fier des traditionellen Lichterfestes oder was auch immer unser Gedanke dabei sein mag, wir können diese Tage des Jahres wirklich besinnlich gestalten, ohne Rummel, Zwang und Konsumorgien. Dann können wir dabei etwas mitnehmen, dass uns das ganze Jahr über erhellt und an das wir uns gerne erinnern. Und mal ehrlich, was gibt es schöneres als an einem kalten Wintertag im Advent im stillen Wald gemeinsam einen heißen Glühwein aus der Thermoskanne zu genießen, die Ruhe der Natur zu spüren und sich in dieser Stille auf ein Fest zu freuen, welches viel mehr sein kann, als was die heutige Zeit daraus gemacht hat....

Webseite - Veranstaltungskalender Dezember

Seit eben steht euch der Veranstaltungskalender für Dezember auf meiner Webseite zur Verfügung. Und es ist wirklich eine Menge Interessantes für jegliche Interessensgebiete dabei.
Also nichts wie hin zum Mein Reinhardswald Veranstaltungskalender

Sonntag, 17. November 2013

Wanderung Beberbeck - Urwald

Der Wetterbericht kündigte Sonnenschein an und sollte sogar Recht behalten. Früh morgends machte ich mich auf den Weg nach Beberbeck, welches heute als Staatsdomäne überwiegend Landwirtschaft betreibt. 
Früher war in Beberbeck eines der 5 Preußischen Hauptgestüte angesiedelt und die Pferdezucht hatte hier viele Jahre (bis ca 1929) Tradition. 
Schloss Beberbeck
Wenn man schon einmal hier ist, dann gehört es dazu, die klassizischtisch erbaute Anlage mit Schloss, Park und ehemaligen Gestütanlagen zu besichtigen. 

Nachdem wir die Bauwerke bewundert haben geht es auf einer breiten Eichenallee hinauf bis zum Rand der Domäne, wo wir in den Wald eintauchen, allerdings auf unmarkierten, teils zugewachsenen Pfaden. Erst ein gutes Stück später treffen wir wieder auf ausgebaute Forstwege, die uns schließlich an den nördlichen Rand des Tierparks Sababurg führen. Wir folgen der Tierparkmauer und wer mag darf gerne noch einen Abstecher dorthin oder zur Sababurg machen. Direkt oder eben nach kleinem Umweg wandern wir auf dem Weg Nr.7  bis zum Urwald Sababurg, der überregionale Bekanntheit genießt und einige Baumriesen beherbergt, die man nicht jeden Tag sehen kann.
Kamineiche im Urwald Sababurg
Vom Parkplatz Drecktor, direkt am Urwald gelegen, führen ein paar markierte Wanderwege hinunter ins idyllische Holzapetal und schließlich zurück nach Beberbeck.

Diese Wanderung bietet ungleublich viel Abwechslung, uralte Baumenriesen, Hutewälder, Tierpark und Sababurg, sowie wundervolle Aussichten auf Beberbeck und das Umland.

Wer sich inspirieren lassen möchte, findet ein paar Tourenvorschläge zum Urwald und Beberbeck im  Mein Reinhardwald Wanderführer

Freitag, 8. November 2013

K+S Pipeline und Salzsee am Reinhardswald

Am Montag den 04.11.2013 kamen über 300 Menschen zu einer Informationsveranstaltung und Diskussionsrunde zur Oberweserpipeline nach Hofgeismar, bei der es um den Stand der Dinge und die Zukunft der von K+S geplanten Abwasserleitung ging. Die hohe Zahl der Teilnehmer zeigt, wie wichtig den Menschen der Region das Thema ist.

Bereits im September habe ich in diesem Blog über die Pläne von K+S berichtet, eine Pipeline zur Weser zu errichten, die zudem 80 Hektar großes Rückhaltebecken erfordert. (nachzulesen hier) 

Viele neue Erkenntnisse sind leider, aber wie zu erwarten war, nicht dabei herausgekommen. Kritischen Fragen bezüglich der genauen Baupläne seitens K+S oder den Stand der Genehmigung seitens des RP wurde in üblicher Manier bravurös ausgewichen. Statt dessen warb K+S immer wieder um Verständnis für diese Methode der Entsorgung, da alle anderen Lösungen nicht realisierbar bzw. finanzierbar seien.

K+S mit 639 Millionen Gewinn in 2012


Mit schlappen 639 Millionen Euro Konzerngewinn (nach Steuern und allen Bilanzierungsvorteilen) bleibe ich jedoch bei meiner Meinung, dass es durchaus finanziellen Spielraum für alternative Entsorgungsarten gibt, mögen diese auch etwas teurer sein, als die Pipelinelösung. Technisch sind diese Möglichkeiten längst gegeben, nur fehlt der unternehmerische Wille diese auch einzusetzen. Es ist natürlich viel einfacher den eigenen Abfall der Umwelt und der Allgemeinheit aufzubürden, als selber seine Verantwortung wahrzunehmen und so wenig wie irgend möglich an Müll zu hinterlassen oder für eine schonende Entsorgung einzustehen.
Lieber riskiert man das einmalige Ökosystem eines ganzen Landstrichs, als am Ende seinen Aktionären vielleicht etwas weniger als 4,2% Dividende auszahlen zu können. Unsere Politik bezieht dabei gewohnt wenig Stellung und so bleibt weiter nur abzuwarten, was und wie am Ende entschieden wird.

Ich hoffe, dass auch weiterhin viele Menschen jede Chance nutzen werden, um gegen dieses Projekt zu demonstrieren und alle politischen und juristischen Mittel ausgeschöpft werden, die einen Bau verhindern können. Wir dürfen einfach nicht für den gesteigerten Profit eines ohnehin gut aufgestellten Unternehmens die Einmaligkeit unserer Natur preisgeben, schon gar nicht, wenn es echte Alternativen gibt. Und die gibt e sin diesem Fall.

Wer noch ein paar Informationen möchte kann sich bei der BI umschauen: Aktionsbündnis salzfreies Märchenland

Sonntag, 3. November 2013

Wanderung zum Alaunteich

Bevor sich das letzte Herbstlaub von den Bäumen verabschiedet, wollte ich heute noch einmal zum Alaunteich wandern. Dazu machte ich mich von Holzhausen zunächst auf idyllischen Waldwegen  auf in Richtung Gahrenberg. Unweit der höchsten Erhebung des Reinhardswaldes besuchte ich noch  kurz die beeindruckende Immel-Eiche, die auf ihrer kleinen Lichtung neben der alten Kohlenstraße steht.
Einen Gipfelbesuch lies ich heute aus und wanderte gleich weiter auf einer breiten, geschotterten Waldschneise, die am Alaunteich vorbeiführt.

Alaunteich

Im Zuge des Braunkohleabbaus, der seit 1592 am Gahrenberg betrieben wurde und bis in die 1970er Jahre ging, fand man an dieser Stelle gute Alaunerde. Aus der schwelfelhaltigen Erde wurden damals Stoffe zum Beizen, Färben, und Gerben gewonnen. Ebenso ließ sie sich zu medizinischen Zwecken verwenden. Die erste Abbauperiode ging von 1595 bis 1603, eine weitere noch einmal von 1695 bis etwa 1720. Da der Ertrag nicht sonderlich lohnend war, wurde der Betrieb danach endgültig eingestellt.
Der Alaunteich ist eine Station des Ecopfades Bergbau-Holzhausen und zwei Tafeln geben Auskunft über ein paar geschichtliche Daten, vor allem des Braunkohleabbaus.


Vom Alaunteich machte ich noch einen Abstecher zu den Heiligenläger Teichen, die von hier nicht weit entfernt und gut zu erreichen sind, ehe ich auf teilweise unmarkierten Pfaden den Weg zurück nach Holzhausen suchte. Es gibt natürlich auch eine komplett ausgeschilderte Route, doch erschienen mir die kleinen, teilweise im Zuwachsen begriffenen Wege reizvoller (Ohne gute Ortskenntnis wegen Bächen, steilen Hängen und Wildschutzzäunen nicht zu empfehlen). Alles in allem dauert so eine Runde etwa drei Stunden, ist landschaftlich sehr abwechslungsreich und bietet viele historische Einblicke in die Geschichte dieser Waldregion.

Falls ihr auch einmal dort vorbeischauen möchtet oder andere Inspiration für eine spätherbstliche Wanderung sucht, werft doch einfach einen Blick in den Mein Reinhardwald Wanderführer, dort findet ihr reichlich Tourenvorschläge am Gahrenberg.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Webseite - Veranstaltungskalender November

Seit eben steht euch der Veranstaltungskalender für November auf meiner Webseite zur Verfügung. Und es ist wirklich eine Menge Interessantes für jegliche Interessensgebiete dabei.
Also nichts wie hin zum Mein Reinhardswald Veranstaltungskalender

Samstag, 19. Oktober 2013

Herbstwanderung zur Gerichtseiche

 Heute nutzte ich das wunderschöne Oktoberwetter, um mal wieder eine längere Wanderung im Reinhardswald zu unternehmen. Bester Laune hatte ich mir vorgenommen, die alte Gerichtseiche nördlich von Holzhausen zu besuchen, denn dieser Baum ist etwas ganz besonderes und jedes mal, wenn ich ihn besuche, gehe ich irgendwie verändert wieder fort.


Der ganze Wald hat sich nun in bunte Herbstkleider gehüllt und überall leuchten die Blätter der Bäume und Büsche. Vom Roten Stock wanderte ich zunächst zum Rothbalzer Teich, ebenfalls einem der Orte, die einen besinnlich stehen bleiben und staunen lassen. Überall am Wegesrand wachsen immer noch hunderte von Pilzen jeglicher Größe und Farbe. Leider hatte ich keinen Beutel dabei und so musste ich leider ein paar schmackhafte Speisepilze stehen lassen. Auf kleinen Waldwegen ging es dann, ein Stück dem Ecopfad folgend, weiter bis hinauf auf den Ahlberg, wo der kleine Rest der alten Befestigungen zu sehen ist.

Von dort lief ich ein Stück den Schotterweg und anschließeend kleine Rückewege bis hinauf zur Gerichtseiche, die inmitten eines kleinen Nadelgehölzes steht. Leider hat dieser alte, wundervolle Baum einen seiner Hauptäste verloren, der vermutlich wegen Pilzbefall abgebrochen ist. Es stimmt mich traurig, dass dieser Baum im Sterben begriffen scheint, konnte er doch bislang die Jahrhunderte überdauern. Von seiner Würde und Aura hat er nichts verloren, sodass es wie immer ein beeindruckendes Erlebnis war, einfach dort sein zu dürfen. Und Eichen sind zähe Gewächse, das wissen wir. So wird es wohl hoffentlich noch viele Jahre dauern, bis er endgültig seinen Platz für einen anderen freimachen wird. Bis dahin werde ich ihn weiterhin regelmäßig besuchen, meinen alten Freund, die Gerichtseiche.

Falls ihr auch einmal dort vorbeischauen möchtet oder andere Inspiration für eine Herbstwanderung sucht, werft doch einfach einen Blick in den Mein Reinhardwald Wanderführer, dort findet ihr sowohl die Gerichtseiche, als auch reichlich Tourenvorschläge.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Der Herst ist bunt!

Auch wenn man bislang nicht wirklich von einem goldenen Oktober sprechen kann, so gibt es doch genug Sonnenstunden, um den herbstlichen Wald genießen zu können. Überall färbt sich das Laub der Bäume nun in allen möglichen Farben und segelt als Blätterregen hinab.
Für mich ist der Herbst daher die wohl schönste Jahreszeit und ich genieße jede Stunde, die ich im Wald verbringen kann. Zu lange warten sollte man indes nicht, denn wenn der erste Herbststurm über das Land fegt, dann ist es schnell vorbei mit dem Blätterzauber.

Wer sich für eine kleine Herbstwanderung inspirieren lassen möchte, kann ja mal einen Blick in den Mein Reinhardswald Wanderführer werfen.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Lyrik

Wer um die Gewohnheiten von Vögeln und Tieren weiß,

Wer sie durch Lied und Ruf unterscheiden kann,

Wer das quecksiberhelle Leben in den Bächen kennt,

Den Lauf, den die Sterne über den Himmel nehmen,

Hat vielleicht niemals zu einem Buch gegriffen,

Doch er teilt die Weisheit mit der Unendlichkeit ...


Wer mit empfindsamer, gewandter Hand an jedem Holzwerk arbeitet,

Der wird den Regen, das Sonnenlicht, den Sternenschein und den Tau aufnehmen

Die in das Werden seiner Maserung Eingang fanden.


Wer Tag für Tag die Wohlgerüche des Waldes einatmet,

Der sollte groß und aufrecht, rein und gut werden.


Wer Gesellschaft in den Steinen und Zufriedenheit

In der Berührung von Ranke und Blatt findet,

Wer vor Freude einen Hügel erklettert und laut ein Lied singt,

Wer das Gefühl des Windes liebt, wird keinen Schmerz kennen,

Keine Einsamkeit, die jemals zu groß wird,

Denn nie wird er ganz verlassen sein ...

Wer lange von diesen begleitet wird, hat an jeder alten Weisheit und Philosophie teil.

(Alte walisische Versdichtung)

Sonntag, 6. Oktober 2013

Pilzzeit im Reinhardswald

Im Herbst, wenn die Bedingungen gut sind, dann schießen überall die Pilze aus dem Boden, so auch im Reinhardswald. Jedem Spaziergänger fallen diese Gewächse auf und den ein oder anderen dürfte jeder identifizieren könnnen. Einer der bekanntesten Vertreter ungenießbarer Pilze ist der auffällige Fliegenpilz. Er kann es an Giftigkeit zwar nicht mit den Knollenblätterpilzen aufnehmen, ein Verzehr kann jedoch heftige Vergiftungserscheinungen hervorrufen.
Fliegenpilz
 Es mag so manchen Pilzfreund geben, der rein zur Artenbestimmung ni den Wald geht und sich über jegliche Spezies freut, die meisten Sammler hingegen dürften auf die vielen Speisepilze aus sein, wie etwa dem schmackhaften Röhrling auf dem Bild unten. Wenn es im Frühherbst kühler wird und es feucht genug ist, dann stehen die Chancen nicht schlecht, ein paar essbare Exemplare auf einer Pilzwanderung zu finden.
essbarer Röhrling
Manchmal kommt es vor, dass nach langen ungünstigen Bedingungen auf einmal eine wahre Pilzschwemme herrscht. Dann reicht die Menge der gefundenen Pilze locker für eine delikate Pilzpfanne ausreicht. Was dann noch übrig bleibt, kann problemlos getrocknet werden, um für spätere Verfeinerungen von Gerichten zu dienen.
Wie jedes Jahr halte ich alle Pilzsammler dazu an, die Natur beim Sammeln zu schonen und die Früchte maßvoll zu ernten. Wenn wir alle auch mal einen Pilz stehen lassen und generell vorsichtig und fachkundig zu Werke gehen, dann haben wir auch im nächsten Jahr wieder eine leckere Waldmahlzeit.

Und auch wenn man mal nichts findet, so ist es doch immer wieder schön draußen in der Natur gewesen zu sein. Wer sich für eine Pilztour inspirieren möchte, kann einfach mal einen Blick in meinen Wanderführer werfen.

Freitag, 4. Oktober 2013

Basteln mit Waldutensilien

Auf einem Herbstspaziergang kann man so einiges finden, was sich zum Basteln toller Figuren eignet. 
Kastanien, Eicheln, Bucheckern, große und kleine Zapfen, Blätter und Zweige. Das einzige Zubehör, das wir noch benötigen, sind Kastanienbohrer und Zahstocher. Wer zudem noch ganz professionell arbeiten will, der kann sich im Bastelladen Kulleraugen und Puschelschwänzchen besorgen. Mit ein wenig Fantasie lassen sich die tollsten Tiere und Fabelwesen zaubern, mit denen man am Ende sogar spielen kann.

Aus kleinen Ästen, Zweigen, Blättern und kleinen Zapfen lässt sich prima ein Mobile basteln. Werden die Blätter vorher in Büchern gepresst und getrocknet, hält das gebastelte Werk locker ein halbes Jahr. Der Fantasie sind auch hierbei keine Grenzen gesetzt.
Also Kinder, nichts wie raus in die Natur. 

Montag, 30. September 2013

Webseite - Veranstaltungskalender Oktober

Seit eben steht euch der Veranstaltungskalender für Oktober auf meiner Webseite zur Verfügung. Und es ist wirklich eine Menge Interessantes für jegliche Interessensgebiete dabei.
Also nichts wie hin zum Mein Reinhardswald Veranstaltungskalender

Sonntag, 29. September 2013

Wanderung zum Rothbalzer Teich

Ob man es nun Spätsommer oder Frühherbst nennen will, das überlasse ich jedem selbst. Auf jeden Fall zog mich das wundervolle Wetter wieder hinaus in "meinen" Reinhardswald.

Vom Gut Waitzrodt aus ging es auf kleinen Waldwegen hinunter zur Glück-Auf-Anlage bei Holzhausen, wo die Bänke zur Rast einluden. Selbst eine Runde Wassertreten wäre heute wegen der Wärme noch drin gewesen, aber das Becken ist bereits leer. Von dort ging ich weiter, bis ich am Tor des Wildeinsperrzauns auf den Rundweg 4 vom Parkplatz Roter Stock stieß, welchem ich zunächst bis zum Rothbalzer Teich gefolgt bin, wo ich eine Zeit lang die herrliche Stimmung genoss.
Rothbalzer Teich
Durch frühherbstlich belaubten Buchen- und Eichenwald verlief der Weg dann weiter bis zur Wüstung Reinersen, einer ehemaligen Töpferansiedlung, die wahrscheinlich namensgebend für den Reinhardswald war. Hier verließ ich den Rundweg 5 und machte mich querfeld ein auf zum Benhäuser Teich und nach dessen Umrundung weiter zum Pfadfinderheim. Am und im Waldrand ging von dort dann wieder zurück bis nach Waitzrodt, tolle Aussichten auf Alte Schanze, Herkules, Dörnberg und den neuen Schandflughafen inklusive.

Wer Lust hat auch einmal zum Rothbalzer Teich zu wandern, der findet in meinem Wanderführer ein paar Rundwege, die dort vorbeiführen.

Freitag, 27. September 2013

Mein Reinhardswald 2. Auflage

Ich freue mich, dass ich nunmehr bereits die 2. Auflage meines kleinen Wander- und Reiseführers herausbringen darf. Dabei möchte ich mich natürlich herzlich bei allen bedanken, die das Buch bislang in meinem kleinen Shop bestellt haben, aber auch bei den immer zahlreicheren Buch- und Einzelhändlern, die "Mein Reinhardswald" in ihr Sortiment aufgenommen haben. Ohne so viele tolle Partner wäre ein so großer Erfolg nicht möglich gewesen. Auch für die tollen Kritiken in der HNA und beim DAV Kassel möchte ich mich herzlich bedanken, zeigt es mir doch, dass das Buch ganz anständig geworden ist.
Titelbild 2. Auflage

Die 2. Auflage kommt mit einem etwas überarbeitetem Titelbild daher. Das hat lediglich den Grund, dass bei der 1. Auflage Bild und Schrift in die Spiralbindung gelaufen sind. Alle, die bereits ein Exemplar erworben haben kann ich beruhigen, denn der Inhalt ist unverändert geblieben.

Bleibt mir allen Lesern viel Spaß und viele schöne Stunden im Reinhardswald zu wünschen.

Montag, 23. September 2013

"Mein Reinhardswald" ist Buch des Monats September

Der Alpenverein Sektion Kassel (Kassels größter Sportverein) hat auf seiner informativen Webseite (LINK) jeden Monat einen Buchtipp für alle sportlich Interessierten.

Ich freue mich sehr, dass mein kleiner Wanderführer vorgestellt wurde, gleich Buch des Monats September 2013 geworden ist und nach Meinung der Bücherwartin Frau Worbes "Eine Bereicherung für den Bücherschrank und den Rucksack eines jeden Nordhessen und seiner Besucher!" ist.

Den ganzen Text könnt ihr hier nachlesen: DAV Kassel Buch des Monats


Vielen Dank für die guten Kritiken.

Freitag, 20. September 2013

Gästebuch repariert

Nachdem ich den Hinweis bekommen habe, dass das Gästebuch irgendwie nicht zu funktionieren scheint, habe ich dieses repariert und neu hochgeladen.

Ab sofort könnt ihr euch wieder im Mein Reinhardswald Gästebuch verewigen.

Sonntag, 15. September 2013

Wanderung um den Mühlenberg

Es muss nicht immer Sonne sein

Der Reinhardswald ist für Wanderer das ganze Jahr geöffnet und es muss nicht immer Sonnenschein und 25° haben, um eine genuss- und reizvolle Wanderung unternehmen zu können. Mich jedenfalls zieht es bei jedem Wetter hinaus in 'meinen Reinhardswald' und ich genieße es im Regen genauso wie bei Sonnenschein.

Heute nahm ich mir vor, mal wieder um den Mühlenberg zu wandern, gut 15 Kilometer mit ein paar ordentlichen Steigungen dabei. Die Wege waren durchweg gut gangbar und größtenteils geschottert, Wanderschuhe sind für mich jedoch selbstverständlich und an einigen Stellen von unschätzbarem Vorteil gewesen.
Wie meistens bei Schietwetter begegnete ich keinem Menschen, nur in einiger Entfernung war das Kreischen einer Motorsäge zu hören, die die Stille zerschnitt, ansonsten herrschte die ganze Zeit neblige Ruhe. Der Nebel und der Regen lassen den Wald und seine Bäume jedes Mal in einer völlig neuen Art und Weise erscheinen und ich bin immer wieder erstaunt, wie vielfältig und überrraschend es dort ist, obwohl ich schon viele Male dort gewandert bin.
Sandbornwiese im Nebel
Ich kann jedem nur empfehlen, bei Schmuddelwetter mal die Regenjacke überzuwerfen und den Wald zu erforschen. Geräusche, Gerüche und Sicht sind völlig verändert und man taucht in eine Welt ein, die man anders gewohnt ist. Für mich zählen Nebelstimmungen zu den Schönsten, die es gibt und ich freue mich schon jetzt auf einen regenreichen Herbst.

Wer Lust hat auch einmal am Mühlenberg zu wandern, der findet in meinem Wanderführer ein paar Vorschläge dazu. Hier könnte ihr euch über den Wanderführer informieren.

Donnerstag, 12. September 2013

Flughafen Calden ruiniert Gemeinde

Seit im April der neue Flughafen Kassel-Calden seine Pforten öffnete, sind zahlreiche Meldungen über lächerliche Pannen und Missmanagement in der lokalen Presse zu lesen gewesen. Es wird also mal Zeit für ein erstes Resume.

Es wurde viel versprochen im Vorfeld des brandneuen Vorzeigeregionalflughafens. Die große weite Welt sollte offenstehen, ganz ohne Billigimage und mit einer volkswirtschaftlichen Wirkung die seinesgleichen suchen sollte. Nordhessen findet endlich kosmopolitischen Anschluss, auch ohne gescheite Verkehrsanbindung an den neuen Flughafen. 2015 sollen schon über 500.000 Passagiere von Calden aus fliegen und bereits im ersten Jahr war von weit über 120.000 die Rede.  Davon ist heuer nicht mehr viel übrig geblieben, Prognosen und Zahlen wurden längst kassiert und durch weitaus kleinere ersetzt, die eine Wirtschaftlichkeit in weite, ganz weite Ferne rücken lassen.

Dazu kamen noch zahlreiche Pannen, die dem Lachflughafen den Rest jeden Images raubten. Mal war der Flughafen wegen Technikproblemen einen Tag gesperrt, mal stand ein Flugzeug auf der Rollbahn, welches man aus welchen Gründen auch immer nicht wegbekam, sodass eines der ohnehin schon wenigen Verkehrsflugzeuge nicht landen konnte. Darüber hinaus fiel eine Vielzahl von Flügen einfach aus und die Passagiere mussten auf andere Regionalfughäfen, vornehmlich Paderborn, ausweichen. Fluggesellschaften sollten laut Frau Muller kommen, kamen oder kamen meistens nicht und gingen alsbald wieder. Die Wintersaison wurde gänzlich verschlafen und so sucht man den Abflughafen Calden in den Katalogen der Reiseveranstalter vergeblich. Die Zukunft sieht also gemütlich bis ganz kuschelig aus.

Calden startet durch
Doch wie konnte es dazu kommen? Schließlich hat unser Flughafen 2 Geschäftsführer und eine eigene Sprecherin der Geschäftsführung, obwohl größere Regionalflughäfen mit lediglich einer Person auskommen. Geballte Kompetenz also sollte man meinen. Schuld an dem Winterschlaf sind natürlich die anderen, die bösen Airlines vor allem, die einfach nicht von Calden aus starten wollen. Und natürlich die Bürger, die es vorziehen weiterhin von PB oder FFM abzufliegen, mit der Gewissheit im Gepäck auch von dort fliegen zu können und nicht in letzter Minute noch eine Busreise vorneweg machen zu müssen.

Der Aufsichtsrat steht nach wie vor voll hinter diesem 'Vorzeigemanagement', selbst wenn die eigene Gemeinde, wie im Fall von Herr Dinges, finanziell schon im ersten Jahr vor dem Kollaps steht, weil
die 7.000 Seelen für schlappe 6% des Verlust gerade stehen dürfen. Dieser Gesamtverlust könnte 2013 am Ende bei über 10 Millionen liegen, das wären also 600.000 Miese für Calden. Von dem angeblichen wirtschaftlichen Aufschwung, der Verluste des Flughafens mit Gewerbesteuer und Co. mehr als kompensieren sollte, ist leider auch noch nichts zu sehen, sodass die 600.000 voll in den Haushalt einschlagen werden. Kassel und das Land, beide ebenfalls äußerst klamm, dürfen ebenfalls nette Sümmchen zusätzlich berappen und auch die EU hat schon angedeutet, dass diese Form der öffentlichen Subvention nicht so ganz rechtens ist. Ich bin gespannt welche Leistungen in Kassel und Calden gestrichen werden und welche Abgaben steigen werden, natürlich nicht wegen des Flughafens, sondern weil sie sowieso hätten erhöht werden müssen.

Wie gewohnt übernimmt politisch mal wieder niemand Verantwortung für dieses Desaster, Schuld wird beharrlich abgewiesen oder weitergereicht. Und trotz der irrwitzigsten Planzahlen, der ausgeuferten Baukosten, einer veralteten Wirtschaftlichkeitsplanung und dem beharrlichen Ignorieren aller Bedenken und Ängste der Kritiker und Bürger, sieht man sich im weiter im Recht und schwelgt auf Wolke 7 in einer weit, weit entfernten Zukunft.
Fehler, nein Fehler wurden auf den oberen Ebenen nicht gemacht, vielleicht mal hier und da ein kleiner Irrtum, aber Fehler? Nein. Und irren kann sich schließlich  jeder mal.
Das ist wohl war, aber wen man sich in allen Punkten irrt, dann ist es wohl gewollter Irrsinn...

Dienstag, 10. September 2013

Salzsee im Reinhardswald

Der Düngemittelriese K+S plant seit geraumer Zeit die sogenannte Oberweserpipeline, um seine salzhaltigen Abwässer nach Norden zur Weser zu leiten. Neben den Problemen, die diese Art der Entsorgung für die Wasserqualität der Flüsse bedeutet, droht nun zusätzlich noch die Gefahr großer Umweltschäden durch die neue Pipeline, die in Kombination mit einem Salzswasserpeicherbecken gebaut werden soll. Dieses Becken soll eine Fläche von 80 ha beanspruchen, das entspricht der Größe von über 100 Fußballfeldern. Allein dieser ungemeine Flächenverbrauch, Ausgleichsflächen nicht mit eingerechnet, ist schon zu kritisieren. Hinzu kommen noch mögliche Folgen bei Zwischenfällen oder Leckstellen, die nicht nur die Natur ansich gefährden, sondern auch die wertvolle Ressource Grundwasser bedrohen. Da helfen auch keine Beteuerungen oder noch so viele technischen Vorkehrungen, denn jede Technik ist störanfällig.

Mitlerweile ist es außerdem möglich die salzhaltigen Abwässer einzudampfen und das Salz abzutransportieren, oder vor Ort einer Verwendung zuzuführen, nur ist dieses Verfahren natürlich mit Kosten verbunden, die über denen der Gewässereinleitung liegen. Einem Unternehmen, welches nach meienr Kenntnis 2012 einen lächerlichen Gewinn nach Steuern von 637 Millionen € erwirtschaftet hat, kann man das natürlich nicht zumuten, so weit geht die Liebe zum Umweltschutz in der Politik dann doch nicht. Am Ende steht die Befürchtung, dass die Politik wie bei den geplanten Windrädern auf  Durchzug stellt, alle stichhaltigen Bedenken mit einem Satz der Lächerlichkeit hinwegfegen wird und die Bürger die Salzsuppe am Ende dann wieder auslöffeln dürfen.

Wer sich weiter zu diesem Thema informieren möchte kann das beim Aktionsbündnis salzfreies Märchenland tun.

Montag, 9. September 2013

Windräder und politischer Starrsinn

Mitlerweile wurden über 15.000 Unterschriften gegen die geplanten Windradgiganten im Reinhardswald gesammelt und beim Regierungspräsidenten eingereicht. Diesen scheinen die Bedenken nicht wirklich zu interessieren, lässt er sich doch zu solchen Aussagen hinreissen, dass „kein Weg an einer [...] Nutzung der Windenergie im Reinhardswald vorbeiführe“. Der RP vertritt die Auffassung, dass diese 200 Meter Giganten weder dem Tourismus schaden, noch irgendwelche negativen Einflüsse auf Natur und Bodendenkmäler habe, weil das Landschaftsbild ja schließlich nur am Rand beeinflusst wird. Dass gerade im noch sehr unerforschten Reinhardswald eine Unmenge an unentdeckten Siedlungsspuren und generell lebendige Geschichte zu erforschen sind, scheint ihm ebenso unbekannt, wie die Tatsache, dass eine verunstaltete Landschaft sicher nicht zur Förderung des Tourismus beiträgt.
Hier wird wieder einmal mit blindem Aktionismus ohne Rücksicht auf Verluste ein Vorhaben durchgeprügelt, welches zum finanziellen Vorteil einer handvoll Leute die Einmaligkeit einer ganzen Region gefährdet. Vernunft und weitsichtiges Denken sind ebenso Fehlanzeige in der politischen Führungsriege, wie die Bereitschaft, die Bürger auf der nächsten Regionalversammlung überhaupt einmal anzuhören. Die hohe Politik hält es mitlerweile schon nicht einmal mehr für nötig sich die Sorgen der Menschen überhaupt anzuhören, geschweige denn 15.000 Menschen ernst zu nehmen, wo man sich doch ein persönliches Denkmal setzen kann. Was der Flughafen für Calden ist, werden die Windräder für den Reinhardswald, ein Schuss der gewaltig nach hinten losgeht. Persönlich verantwortlich wird dann natürlich niemand sein, weil man das ja nicht hätte kommen sehen können....

Sonntag, 8. September 2013

Kolumne - Steuern? Auf dem Land nimmt man's genau!

5,- oder 173.000.000.000,- € ?

Geld ist für unseren Staat enorm wichtig, denn nur so kann er all die Ausgaben, die er tätigt, auch finanzieren. Um zum Beispiel die 173 Milliarden Euro zu bekommen, die der Staat für die Bad-Bank der HRE zur Abwicklung der dort ausgelagerten wertlosen Papiere benötigt, wird wirklich jeder Euro gebraucht. und es ist ja nur eine von vielen Banken...

Und dann komme ich, Bürger 2. Klasse und wage es 10,- pauschale Arbeitsmittel über dem Pauschbetrag (der schon durch Fahrtkosten zur Arbeitsstelle ausgeschöpft ist) bei meiner Steuererklärung anzugeben, für die ich keinen Beleg habe. Selbst bei einem angenommenen Spitzensteuersatz von knapp 50% machte das keine 5,- Einnahme für den Staat.

Vergleichen wir also mal, was eine einzige Bank ohne mit der Wimper zu zucken bekommt und was ich bekommen hätte:

5,- kosten 5 Kugeln Eis - für 173 Mrd. kann ich  mir über 1.000.000 Porsche 911 Turbo kaufen

5,- kostet eine halbe Kinokarte - für 173 Mrd. kann ich 550.000 schicke Einfamilienhäuser bauen

5,- kosten 3 Liter Benzin - 173 Mrd. sind mehr als der halbe jährliche Bundeshaushalt

5,- ist ein Pfund Kaffee - für 173 Mrd. kann man 629 Regionalflughäfen Kassel-Calden bauen

Eine Maschine die jede Sekunde 5,- druckt bräuchte 1.100 Jahre um 173 Milliarden zu drucken


Im ländlichen Raum wäre es undenkbar, dass Fristen ungesehen verstreichen (wie etwa im Fall Zumwinkel), Tatbestände beharrlich ignoriert und Hinweisgeber auf den ganz großen Betrug eingewiesen werden (Fall Mollath). Und während die kosmopolitischen Lenker mit Milliarden nur so um sich werfen, wird bei uns auf dem Land vom Michel jeder Cent beharrlich eingetrieben. Nicht dass das Spielgeld für die anderen noch knapp wird...

Freitag, 6. September 2013

Wanderung Lempetal + Wildbahn

Heute ging es bei herrlichem Spätsommer mal wieder raus in den Reinhardswald. Von Hombressen aus ging es los, das Lempetal hinauf zum Mühlstädter Teich, wo wir eine Pause eingelegt haben um die Ruhe und die Natur zu genießen.

Mühlstädter Teich

Im weiteren Verlauf führte uns der Weg an der alten Revierförsterei und dem Strufuskreuz  vorbei bin zum Udenhäuser Stock. Der Rückweg verlief über die Wildbahn, einer wunderschönen Waldschneise die  über den Hombresser Stock  Richtung Sababurg führt . Wir bogen ein gutes Stück vor der Sababurg ab, wanderten ein kleines Stück zurück bis zur Revierförsterei und dann auf der anderen Lempetalseite zurück bis nach Hombressen.


Dank der guten Sicht konnten wir die imposante Friedenseiche auf ihrem Warthügel thonen sehen. Dazu kamen die vielen schönen Ausblicke in das Lempetal.


Diese Tour ist übrigens eine Kombination zweier Wanderungen aus meinem Wanderführer und nur eine der unzähligen Wandermöglichkeiten im Reinhardswald. Hier könnte ihr euch über den Wanderführer informieren.

Sonntag, 1. September 2013

Webseite Inhalt erweitert

Heute habe ich mich mal wieder hingesetzt und die Mein Reinhardswald Webseite mit neuem Inhalt versorgt. Wer etwas über den heimischen Feuersalamander erfahren möchte, kann das ab sofort unter mein-reinhardswald.de/feuersalamander tun.

Freitag, 30. August 2013

Brombeeren Erntezeit

Es ist wieder so weit, die Zeit der schmackhaften Brombeeren ist gekommen und der Reinhardswald ist ein wahres Eldorado für fleißige Beerensammler.



Hauptsächlich finden wir diese stachelige Kletterpflanze an Waldrändern oder auf lichten Waldstellen, da sie halbschattige bis leicht sonnige Standorte bevorzugt. Dieses dicht werdende verholzende Gestrüpp kann Wuchshöhen von bis zu drei Metern erreichen. Die Dornen dienen hauptsächlich zum Schutz vor Fraßfeinden, die es auf die Triebe abgesehen haben. Durch ihren wehrhaften Wuchs bietet dieser Strauch zudem Unterschlupf für viele heimische Vogelarten, die sich zwischen den Dornen sicher fühlen. Zwischen Juni und August treibt die Brombeere weiße Blüten aus, die sich an den Enden der bereits mehrjährigen Triebe befinden. Die Blätter dieser Pflanze sind sägezahnartig.
Nach der Blüte bildet der Strauch Früchte aus, allerdings keine Beeren, sondern Sammelsteinfrüchte, die sich aus den einzelnen mini Früchten zusammensetzen, die quasi jede eine einzelne Beere ist. zu Beginn grün, später rot ist die Frucht reif, wenn sie eine dukelblaue bis schwarze Färbung erreicht hat. Diese saftige, sehr vitaminhaltige Frucht kann von Juli bis etwa Oktober gesammelt und verspeist werden. Ferner eignet sie sich gut zur Herstellung von Marmeladen, Säften oder Fruchtweinen. Zu beachten ist, dass eine unreif geerntete Frucht nicht nachreift!


Aus den Blättern kann Tee gebrüht werden, dem heilende, blutreinigende Wirkung zugeschrieben wird. Brombeeren enthalten viel Vitamin A und C sowie die wichtige Mineralstoffe Kalium, Magnesium und Kupfer. Auch soll der Brombeersaft bei Hals und Rachenbeschwerden helfen, auch bei Fieber wurde er früher verabreicht. Die Brombeere ist mit die älteste bekannte Heilpflanze und fand schon bei Theophrast um 377 v. Chr. Erwähnung. Die Brombeere vermehrt sich durch Ableger, Senklinge und, man höre und staune durch Klone. Verbreitung hat sie mittlerweile auch in vielen Kleingärten gefunden.

Weitere bekannte Namen sind Schwarzbeere und Kratzbeere, der Ursprung leitet sich aus der altdeutschen Sprache für Dornbeere ab. Mir schmeckt sie am besten frisch vom Strauch oder als Konfitüre auf dem Frühstücksbrot.

Sonntag, 18. August 2013

Jagdsaison wird eröffnet

Bald ist es wieder so weit und im Reinhardswald werden Heerscharen von Jägern einfalllen. Alljährlich im Frühherbst ist es das gleiche Spektakel. Massen von zahlenden Gastjägern werden mit Jeeps, Kleinbussen oder LKWs in die nordhessischen Wälder gekarrt, um dort bei sogenannten Massenjagden die heimischen Wildtiere abzuknallen. Grundsätzlich viel zu oft nach dem Motto: 'Geschossen wird auf alles was sich bewegt'.

Für die Hessische Forstgesellschaft ist es ein lukratives Geschäft, sind doch die meist zahlungskräfigen Gewehrträger gern bereit ein netttes Sümmchen für den Ballerspaß springen zu lassen. Doch wie sieht es mit der Natur aus?

Im Reinhardswald etwa wurde ein sogenannter 'Wildschutzzaun' errichtet, selbstverständlich auf Steuerzahlerkosten, der dafür sorgt, dass sich eine unnatürlich hohe Population aufbaut, weil die Tiere nicht abwandern können. Bislang konnte man mir auch noch nicht wirklich erklären, warum man zur Hege, die sich die Jäger gern auf ihre Fahnen schreiben, mit dem Auto durch den Wald fahren muss. Ein Mountainbike würde es für Kontrollfahrten ebenso tun und die gern auch mal beleibtere Jägerschaft ein wenig in Form bringen.
Immer wieder bin ich auch verwundert, warum in den Wintermonaten das Wild gefüttert wird - wobei das offiziell ja gar nicht stattfindet. Geht man aber mal ein paar Meter abseits vom Weg in den Wald finden wir an vielen Stellen mit Heu befüllte Futterstände. Und das obwohl die Population ja viel zu hoch ist, wie es auch aus Jägerkreisen immer wieder heißt, um die Jagden zu rechtfertigen.

Dazu kommt die unglaubliche Umweltsauerei, dass viele Jäger immer noch mit bleihaltiger Munition schießen, die den Boden belastet und unser Grund- und Trinkwasser gefährdet. Dank der enormen Lobby wird das natürlich von staatlicher Seite toleriert.

Da die großen Raubtiere bei uns ausgerottet wurden, ist eine Jagd sicherlich an einigen Stellen für ein natürliches Gleichgewicht notwendig, aber die Art und Weise wie sie derzeit zu in unseren Wäldern stattfindet ist einfach nur beschämend, kommerziell , verwerflich und nichts weiter als ein perfider Freizeitspaß. Die Lobbyarbeit dahinter ist teuer und immens im Aufwand, will man sich als Jäger doch zu gern mit dem Orden des Waldbehüters schmücken, der man aber in Wirklichkeit gar nicht ist...

Sonntag, 4. August 2013

Bürgerinitiative Pro Reinhardswald

Vor einiger Zeit berichtete ich über das wahnsinnige Vorhaben riesige Windkraftanlagen im Reinhardswald zu installieren. An dieser Stelle möchte ich euch einen Link geben, der zur Bürgerinitiative Pro Reinhardswald führt.
Diese Menschen haben sich in einer Interessensgruppe zusammengeschlossen, um gegen die Zerstörung unserer einmaligen Landschaft vorzugehen.

Ich persönlich habe nichts gegen erneuerbare Energien, nur darf dafür keine Landschaft zerstört werden, die europaweit Alleinstellungsmerkmale aufweist. Würde man dies tun, so wäre jeglicher Vorteil einer besseren Umweltverträglichkiet der erneuerbaren Energie dahin.

Der Reinhardswald ist neben einem einmaligen Lanschhaftsgebiet auch Trinkwasserspeicher, Wertspeicher, Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten und nicht zuletzt ein enorm wichtiges Naherholungsgebiet. Für den schnellen Profit einiger weniger Energieerzeuger dürfen wir unseren Wald und seine unersetzbaren Funktionen nicht hergeben, zumal neben der Zerstörung der Landschaft die Wertschöpfung selbstverständlich aus der Region gezogen wird. Auf ein 'partnerschaftliches' Projekt würde ich mich jedenfalls nicht verlassen, zu oft schon waren die Bürger am Ende die betrogenen, die mit dem Scherbenhaufen alleni da standen, während die Konzerne alle Gewinne eingestrichen haben.

Auf der o.g. Webseite bekommt ihr viele Informationen über die Bürgerinitiative. Forscht nach und bildet euch eure Meinung über den Sinn der Unsinn von Monsterwinkraftanlagen im Reinhardswald.

Samstag, 27. Juli 2013

Gipfelwanderung Staufenberg

Heute war ich mal wieder im Reinhardswald unterwegs. Früh morgens versteht sich, um der angekündigten Extremhitze zu entgehen. 

Geparkt habe ich an der Kühbacher Wiese und bin dann den Rundweg 4 gelaufen, der mich auch zum Staufenberg führt.

Der normale Weg führt nicht direkt bis auf den Gipfel. Wenn ihr auch einmal den höchsten Punkt im Reinhardswald erklimmen wollt, dann müsst ihr gegenüber der Schutzhütte einen kleinen Pfad suchen, der gut versteckt zwischen den Bäumen weiter nach oben führt. Der Gipfel selbst ist unsprktakulär, ohne Aussicht, nur mit einem Stein. Aber ihr wart oben!

Die Wanderung ist auch auf meiner Webseite nachzulesenReinhardswald Wanderung

Freitag, 26. Juli 2013

Webseite Design-Update

Nach längerer Zeit war es mal wieder nötig, die Reinhardswald-Seite etwas zu modernisieren. Das Design wurde etwas zeitgemäßer gestaltet und das Farbschema für das Auge etwas gefälliger gewählt. Der ein oder andere inhaltliche Aspekt wurde gleich mit überarbeitet.

Ich hoffe, euch gefällt die Seite weiterhin so gut wie bilsang. Kritik, Lob,und Anregungen sind wie immer willkommen.

Mittwoch, 24. Juli 2013

ECO PFAD GIESELWERDER

Eco Pfad Burgen - Museen - Wasser Gieselwerder

Ein neuer Ecopfad wurde Mitte Juni eingeweiht.

Der neue Pfad ist ein etwa acht Kilometer langer Rundweg, der mit allerlei sehenswerte Plätzen aufwarten kann.

Startpunkt ist die Ortsmitte Gieselwerders. Von dort kommen wir zum Rathaus,  zum ehemaligen Standort der mittelalterlichen Spitzenburg, zu den Weserfurten, dem Freilichtmuseum Mühlenplatz,  zur Stelle an der das Wasser bergauf fließt und zur Wüstung Rypoldessen. In Gieselwerden können, sofern geöffnet, das Weberei-Museum und das Schifffahrtsmuseum besichtigt werden.

Der Weg ist technisch nicht sehr schwierig. Es gibt einige Steigungen und vernünftige Wanderschuhe sind empfohlen. Ein schöner Ecopfad mit toller Landschaft und reichlich Kultur und Archäologie. 

Samstag, 29. Juni 2013

Buchtipp Mein Reinhardswald

Mein Reinhardwald Wanderführer wird HNA Buchtipp!

Heute wurde eine kleine Rezension meines Wanderführers in der HNA abgedruckt. Dass das Buch solch eine positive Resonanz erfährt hättte ich nicht gedacht. Es zeigt mir aber, dass meine manchmal doch recht mühsame Arbeit nicht umsonst war.

Danke HNA für diesen Bericht.

Donnerstag, 20. Juni 2013

Mein Reinhardswald Wanderführer

Der Mein-Reinhardswald Wanderführer ist am 19.06.2013 erschienen. In meinem Buch stelle ich euch über 60 Wanderrouten vor und berichte über Sehenswürdigkeiten, Freizeitmöglichkeiten, Naturdenkmäler und andere Besonderheiten des Reinhardswaldes.

Über meine Seite Mein Reinhardwald könnt ihr euch alle Infos ansehen und natürlich auch online bestellen. 

Über Feedback jeder Art würde ich mich freuen. 

Donnerstag, 14. Februar 2013

Flugrouten über den Reinhardswald

Die Flugrouten des neuen Flughafens Kassel Calden sind numehr offiziell. Auch der Reinhardswald wird betroffen sein. Die Abfluroute LUXUX etwa führt die Flugzeuge in einem Bogen nördlich von Hofgeismar einmal quer über den Wald. Auch auf der Route WERRA müssen die Maschinen zwischen Hofgeismar und Hann.Münden komplett über den Reinhardswald fliegen.WRB XAROL und EMBAD erfordern eine Kehre über dem Waldgebiet zwischen Hofgeismar und Hann. Münden. Ldeiglich die Abflugroute ELNAT führt sudlich vorbei.

Welche Belastung das für die Menschen am Reinhardswald, aber auch für die Tier- und Pflanzenwelt bedeutet, ist heute sicherlich noch nicht genau abzuschätzen und hängt stark von der Anzahl der Flugbewegungen ab. Fest steht aber dass es Beeinträchtigungen geben wird, sei es durch den verursachten Lärm, Abgase oder abgelassenes Kerosin.

Ob es in unseren Zeiten überhaupt Sinn macht solch einen Flughafen zu bauen wage ich zu bezweifeln. Zwar wird in der Presse die Notwendigkeit immer wieder betont und Synergieeffekte heraufbeschworen. Fakt ist jedoch, dass es deutschlandweit KEINEN Regionalflughafen gibt der schwarze Zahlen schreibt. Ebenfalls Fakt ist dass bislang Gewerbe vernichtet wurde, so mussten etwa die Windkraftanlagen Immenhausen weichen und die Fallschirmspringergemeinde Calden  wird wohl auch gehen. Wirklich neue Industrie und Firmen sind bislang nicht angesiedelt. Somit bedeutet der Flughafen eine zusaätzliche finanzielle Belastung der Bürger, da auch die Gemeinde Calden 6% iger Gesellschafter ist und der Landkreis Kassel ebenfalls mit 13% einsteht. Hinzu kommen noch die Probleme fehlender Infrastruktur und zahlreiche andere etablierte Flughäfen in der Nähe, wie  Paderborn, Münster, Hannover, Dortmund...

Als Fazit bleibt festzuhalten dass der neue Flughafen es sehr sehr schwer haben wird den Menschen der Region einen Vorteil einzubringen. Die Gefahr von finanziellen Zuschüssen gepaart mit Lärm- und Umweltbelastungen machen die Menschen und Natur um und im Reinhardswald eindeutig zu den Verlierern der ganzen Sache.





Sonntag, 27. Januar 2013

Reinhardswald in Curaplan

Die AOK Mitgliederzeitung Curaplan aktiv weist in ihrer aktuellen Januarausgabe auf den Reinhardswald hin. Vor allem die Sababurg, der Tierpark und der Urwald finden Erwähnung. Ein paar mehr Links zu Informationsseiten hätten sicher nicht geschadet.

Besonders freut es mich, dass ein Foto von Mein-Reinhardswald.de abgedruckt wurde, welches den Lesern Lust auf eine Winterwanderung machen soll.


Freitag, 25. Januar 2013

Windradgiganten im Reinhardswald

Das Regierungspräsidium plant den massiven Ausbau der Windenergie. Auch im Reinhardswald sollen die riesigen fast 200 Meter hohen Anlagen gebaut werden. Ein Projekt mit einem gewissen Beigeschmack.

Einerseits ist es natürlich zu begrüßen dass die regenerativen Energien ausgebaut werden. Diese sollen die umweltschädlichen fossilen und atomaren Energiequellen ersetzen. Das Ziel der Energiewende ist also eine umweltfreundliche Energiegewinnung.

Der Reinhardswald dürfte in ganz Europa eine einmalige Naturlandschaft darstellen, mit höchst seltenen Tier- und Pflanzenarten, archäologische Schatzkästchen. Er ist ein lebendiges Museum früherer Geschichte und unschätzbar wertvoll.. Wird nun inmitten dieser einmaligen Landschaft ein Windpark gebaut, so gehen diese unwiederbringlichen Schätze verloren und die einmalige Natur ist verloren.  Es gibt genug Flächen die landschaftlich gesehen neben nicht diese Einmaligkeit aufweisen. Auch gibt es mitlerweile andere Rotortypen die mit wenig Platz in Industriegebiten gebaut werden könnten, dort wo zudem die Energie gleich gebraucht wird. Warum solche Pläne nicht forciert werden bleibt mal wieder das Geheimnis der Vetternpolitik.

So jedenfalls ist es widersinnig umweltfreundliche Energiequellen zu erschließen, dafür aber massive unumkehrbare Schäden in der Umwelt zu verursachen. Wenn das die Handlungsweise ist, dann kannn man auch gleich bei Kohle oder Atomstrom bleiben.

www.mein-reinhardswald.de