Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Sonntag, 27. Oktober 2013

Webseite - Veranstaltungskalender November

Seit eben steht euch der Veranstaltungskalender für November auf meiner Webseite zur Verfügung. Und es ist wirklich eine Menge Interessantes für jegliche Interessensgebiete dabei.
Also nichts wie hin zum Mein Reinhardswald Veranstaltungskalender

Samstag, 19. Oktober 2013

Herbstwanderung zur Gerichtseiche

 Heute nutzte ich das wunderschöne Oktoberwetter, um mal wieder eine längere Wanderung im Reinhardswald zu unternehmen. Bester Laune hatte ich mir vorgenommen, die alte Gerichtseiche nördlich von Holzhausen zu besuchen, denn dieser Baum ist etwas ganz besonderes und jedes mal, wenn ich ihn besuche, gehe ich irgendwie verändert wieder fort.


Der ganze Wald hat sich nun in bunte Herbstkleider gehüllt und überall leuchten die Blätter der Bäume und Büsche. Vom Roten Stock wanderte ich zunächst zum Rothbalzer Teich, ebenfalls einem der Orte, die einen besinnlich stehen bleiben und staunen lassen. Überall am Wegesrand wachsen immer noch hunderte von Pilzen jeglicher Größe und Farbe. Leider hatte ich keinen Beutel dabei und so musste ich leider ein paar schmackhafte Speisepilze stehen lassen. Auf kleinen Waldwegen ging es dann, ein Stück dem Ecopfad folgend, weiter bis hinauf auf den Ahlberg, wo der kleine Rest der alten Befestigungen zu sehen ist.

Von dort lief ich ein Stück den Schotterweg und anschließeend kleine Rückewege bis hinauf zur Gerichtseiche, die inmitten eines kleinen Nadelgehölzes steht. Leider hat dieser alte, wundervolle Baum einen seiner Hauptäste verloren, der vermutlich wegen Pilzbefall abgebrochen ist. Es stimmt mich traurig, dass dieser Baum im Sterben begriffen scheint, konnte er doch bislang die Jahrhunderte überdauern. Von seiner Würde und Aura hat er nichts verloren, sodass es wie immer ein beeindruckendes Erlebnis war, einfach dort sein zu dürfen. Und Eichen sind zähe Gewächse, das wissen wir. So wird es wohl hoffentlich noch viele Jahre dauern, bis er endgültig seinen Platz für einen anderen freimachen wird. Bis dahin werde ich ihn weiterhin regelmäßig besuchen, meinen alten Freund, die Gerichtseiche.

Falls ihr auch einmal dort vorbeischauen möchtet oder andere Inspiration für eine Herbstwanderung sucht, werft doch einfach einen Blick in den Mein Reinhardwald Wanderführer, dort findet ihr sowohl die Gerichtseiche, als auch reichlich Tourenvorschläge.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Der Herst ist bunt!

Auch wenn man bislang nicht wirklich von einem goldenen Oktober sprechen kann, so gibt es doch genug Sonnenstunden, um den herbstlichen Wald genießen zu können. Überall färbt sich das Laub der Bäume nun in allen möglichen Farben und segelt als Blätterregen hinab.
Für mich ist der Herbst daher die wohl schönste Jahreszeit und ich genieße jede Stunde, die ich im Wald verbringen kann. Zu lange warten sollte man indes nicht, denn wenn der erste Herbststurm über das Land fegt, dann ist es schnell vorbei mit dem Blätterzauber.

Wer sich für eine kleine Herbstwanderung inspirieren lassen möchte, kann ja mal einen Blick in den Mein Reinhardswald Wanderführer werfen.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Lyrik

Wer um die Gewohnheiten von Vögeln und Tieren weiß,

Wer sie durch Lied und Ruf unterscheiden kann,

Wer das quecksiberhelle Leben in den Bächen kennt,

Den Lauf, den die Sterne über den Himmel nehmen,

Hat vielleicht niemals zu einem Buch gegriffen,

Doch er teilt die Weisheit mit der Unendlichkeit ...


Wer mit empfindsamer, gewandter Hand an jedem Holzwerk arbeitet,

Der wird den Regen, das Sonnenlicht, den Sternenschein und den Tau aufnehmen

Die in das Werden seiner Maserung Eingang fanden.


Wer Tag für Tag die Wohlgerüche des Waldes einatmet,

Der sollte groß und aufrecht, rein und gut werden.


Wer Gesellschaft in den Steinen und Zufriedenheit

In der Berührung von Ranke und Blatt findet,

Wer vor Freude einen Hügel erklettert und laut ein Lied singt,

Wer das Gefühl des Windes liebt, wird keinen Schmerz kennen,

Keine Einsamkeit, die jemals zu groß wird,

Denn nie wird er ganz verlassen sein ...

Wer lange von diesen begleitet wird, hat an jeder alten Weisheit und Philosophie teil.

(Alte walisische Versdichtung)

Sonntag, 6. Oktober 2013

Pilzzeit im Reinhardswald

Im Herbst, wenn die Bedingungen gut sind, dann schießen überall die Pilze aus dem Boden, so auch im Reinhardswald. Jedem Spaziergänger fallen diese Gewächse auf und den ein oder anderen dürfte jeder identifizieren könnnen. Einer der bekanntesten Vertreter ungenießbarer Pilze ist der auffällige Fliegenpilz. Er kann es an Giftigkeit zwar nicht mit den Knollenblätterpilzen aufnehmen, ein Verzehr kann jedoch heftige Vergiftungserscheinungen hervorrufen.
Fliegenpilz
 Es mag so manchen Pilzfreund geben, der rein zur Artenbestimmung ni den Wald geht und sich über jegliche Spezies freut, die meisten Sammler hingegen dürften auf die vielen Speisepilze aus sein, wie etwa dem schmackhaften Röhrling auf dem Bild unten. Wenn es im Frühherbst kühler wird und es feucht genug ist, dann stehen die Chancen nicht schlecht, ein paar essbare Exemplare auf einer Pilzwanderung zu finden.
essbarer Röhrling
Manchmal kommt es vor, dass nach langen ungünstigen Bedingungen auf einmal eine wahre Pilzschwemme herrscht. Dann reicht die Menge der gefundenen Pilze locker für eine delikate Pilzpfanne ausreicht. Was dann noch übrig bleibt, kann problemlos getrocknet werden, um für spätere Verfeinerungen von Gerichten zu dienen.
Wie jedes Jahr halte ich alle Pilzsammler dazu an, die Natur beim Sammeln zu schonen und die Früchte maßvoll zu ernten. Wenn wir alle auch mal einen Pilz stehen lassen und generell vorsichtig und fachkundig zu Werke gehen, dann haben wir auch im nächsten Jahr wieder eine leckere Waldmahlzeit.

Und auch wenn man mal nichts findet, so ist es doch immer wieder schön draußen in der Natur gewesen zu sein. Wer sich für eine Pilztour inspirieren möchte, kann einfach mal einen Blick in meinen Wanderführer werfen.

Freitag, 4. Oktober 2013

Basteln mit Waldutensilien

Auf einem Herbstspaziergang kann man so einiges finden, was sich zum Basteln toller Figuren eignet. 
Kastanien, Eicheln, Bucheckern, große und kleine Zapfen, Blätter und Zweige. Das einzige Zubehör, das wir noch benötigen, sind Kastanienbohrer und Zahstocher. Wer zudem noch ganz professionell arbeiten will, der kann sich im Bastelladen Kulleraugen und Puschelschwänzchen besorgen. Mit ein wenig Fantasie lassen sich die tollsten Tiere und Fabelwesen zaubern, mit denen man am Ende sogar spielen kann.

Aus kleinen Ästen, Zweigen, Blättern und kleinen Zapfen lässt sich prima ein Mobile basteln. Werden die Blätter vorher in Büchern gepresst und getrocknet, hält das gebastelte Werk locker ein halbes Jahr. Der Fantasie sind auch hierbei keine Grenzen gesetzt.
Also Kinder, nichts wie raus in die Natur.