Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Mittwoch, 29. Januar 2014

Veranstaltungskalender Februar

Seit eben steht euch der Veranstaltungskalender für Februarauf meiner Webseite zur Verfügung. Wie immer ist wirklich eine Menge Interessantes für jegliche Interessensgebiete dabei.
Also nichts wie hin zum Mein Reinhardswald Veranstaltungskalender

Mittwoch, 22. Januar 2014

Pipeline und Salzsee plötzlich alternativlos?

Die Tinte unter dem Koalitionsvertrag ist noch nicht ganz trocken, da wird dem Bürger bereits eine Sauerei nach der nächsten aufgetischt. Waren vor der Wahl noch alle Alternativen in Sachen Umweltschutz zumindest im Gespräch, so geht es nun Schlag auf Schlag mit der Vernichtung unserer einmaligen Natur voran, sei es durch Windräder im Wald, oder Abwässer, Pipeline und Salzsee.

Eine Koalition der Lobby


Bereits Mitte Dezember hatte ich geschrieben, dass die neue Landesregierung die Abwasserpipeline in den Koalitionsvertrag aufgenommen hat (siehe hier). Wie befürchtet sind damit nun alle alternativen Entsorgungsmethoden mit Totschlagsargumenten auf einmal vom Tisch. Angeblich zu teuer, nicht realisierbar etc. Der runde Tisch entpuppt sich dabei wie beschrieben immer mehr als reines K+S Legitimationsinstrument für den Bau der Leitung und des Salzsees, ohne die Alternativen bei der Empfehlung jemals ernsthaft in Betracht gezogen zu haben, trotz der Gegenstimmen der zahlenmäßig natürlich weit unterlegenen Anrainervertreter. Die Landesregierung folgt dieser Lobby und wird weiter abnicken, was nötig ist um den Bau voranzutreiben. Anders lautende Äußerungen waren also nichts als leeres Geschwätz, um die Bürger zu beruhigen, dass man alles versuche um Natur und Lebensqualität zu schonen. Ein beeindruckendes Kapitel von lobbygesteuerter Politik.

By Luca Galuzzi  [CC-BY-SA-2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)]

Seltsamerweise ist nun auch, wo im Koalitionsvertrag die 'Empfehlung' des Runden Tischs quasi als Blankoschein aufgenommen wurde, direkt im Anschluss der Antrag für das Abwasserprojekt beim Regierungspräsidium eingegangen. So ein Zufall aber auch, dass der schon fertig in der Schublade lag, wo doch noch gestern alle Alternativen für K+S angeblich offen waren. Von diesen alternativen Möglichkeiten wurde nun seitens K+S zudem öffentlich eine komplette Abkehr kundgetan (siehe Presseerklärung vom 21.1.14) und auch die Nordseepipeline liegt jetzt irgenwo in der Akte 'Bürgerverdummung/Pausencomedy. Was von dem 'unabhängigen' K+S-Gutachten über die Kosten einer alternativen Entsorung zu halten ist, kann ich ohne Vorlage dieses nicht beurteilen, doch sind Gutachten leider allzu häufig im Sinne ihrer Auftraggeber, die ja gleichzeitig auch die Geldgeber sind. Ob K+S dieses Gutachten öffentlich zugänglich macht, bleibt abzuwarten, ich denke aufgrund meiner geäußerten Vermutungen wird es eher unter Verschluss bleiben. Denn allein das Datum, wann dieses erstellt worden ist (ob vor oder nach der Koalitionsvereinbarung mit der Pipeline) könnte hochinteressant sein.

Zwar hat der Kasseler Landrat jüngst seinen politischen Widerstand angekündigt und auch die Bürgerinitiativen werden weiter kämpfen, doch sehe ich die Chancen gegen überregionalen politischen Starrsinn und finanziell bestens ausgestattete Lobby bestehen zu können, immer weiter schwinden. Trotzdem werden wir nicht aufhören gegen diesen Wahnsinn zu protestieren. Dabei zählt jede Unterstützung - auch deine!

Freitag, 17. Januar 2014

Windradgiganten auf dem Vormarsch

Die Pläne werden konkreter.


Seitens der Politik wurde ja zuletzt tiefgestapelt, was den Bau der 200  Meter hohen Windräder im Reinhardswald betrifft. Wie üblich kommen nun scheibchenweise neue Informationen an die Öffentlichkeit, mit denen die Menschen der Region nach und nach die Unumgänglichkeit dieses Wahnsinns gewöhnt werden sollen und die zeigen, dass im Kämmerlein die ganze Zeit an der Vorantreibung des Projektes gearbeitet wurde.

Im Sommer wird es dann zur entscheidenden Runde der Regionalversammlung kommen, bei der über den Teilregionalplan zur Windenergiegewinnung entschieden wird.
Leider ist dabei, ähnlich wie im Fall K+S, nicht mit einem weitsichtigen Urteil unserer Politiker zu rechnen, da kurzfristige Interessen und der eigene politische Machterhalt wichtiger erscheinen, als zukunftssicherndes Denken. Selbst ein Apell von verschiedenen Organisationen an die Politiker (hier ein externer Download des Aufrufs von der Seite Bürgerinitiative Pro Reinhardswald) wird es leider wohl nicht schaffen, die Entscheidungsträger umzustimmen, denn was zählt schon der schnöde Bürgerwille...

Alles öko (Strom) oder was?


Von den Nachteilen für die Natur und das Ökosystem Wald wollen wir gar nicht erst reden, wenn hunderte Tonnen Beton auf extrabreiten Schneisen in den Wald gekarrt wird, der dort dann auf Jahrhunderte im Boden versenkt wird. Außerdem braucht man noch Stromtrassen, Trafostationen etc. Für einen Trinkwasserspeicher wie den Reinhardswald dürften auch die zum Bau und Betrieb benötigten Kraft- und Schmierstoffe nicht gänzlich ohne Gefahr sein, schließlich reicht bereits 1 Tropfen Öl aus um, um mehrere hundert Liter Trinkwasser ungenießbar zu machen. Wenn da mal ein paar Liter daneben gehen....
Die Fauna dürfte ebenso durch Lärm und Schattenwurf nicht unerheblich beeinträchtigt werden, doch gelten für Tiere natürlich keine Mindestabstände wie für die lärm- und schattengeplagten Menschen.
Besonders schön stellt sich für mich das Szenario dar, wenn, wie keinesfalls unüblich, so ein riesiger Blitzableiter im Sommer mal in Flammen aufgeht und er zufällig in einem sommertrockenen Wald steht. Zynisch gedacht ist dann wenigstens danach ordentlich Platz für einen ganzen Windpark...

Reinhardswald 2.0
Doch nicht nur aus Sicht des Naturschutzes , sondern selbst wirtschaftlich ist es reiner Suizid, wenn man die Einmaligkeit einer ganzen Landschaft opfert, um einigen windigen, nicht mal ortsansässigen Windmüllern die Taschen zu füllen, während eine ganze Region unter ausbleibenden Touristen und Naherholern zu leiden hat. Ja, das Gschmäckle ist wieder da....

Wanderung bei Beberbeck


Wenn der Wetterbericht nicht gerade Unwetter ankündigt und ich Zeit habe, dann gibt es nur eins - ab in den Reinhardswald. Eine wunderschöne Ecke ist Beberbeck. Nicht nur, weil es dort die Staatsdomäne mit der klassizistischen Schlossanlage zu besichtigen gibt, sondern auch, weil es einige schöne Wanderwege gibt.

Blick in Richtung Beberbeck

Natürlich kann man, wenn man sich nur das Schloss und die Hofanlagen ansehen will mit dem PKW bis quasi vor die Tür fahren, genussvoller ist jedoch eine schöne Wanderung dorthin. 
Mein Startpunkt ist der Parkplatz Mossgrund gewesen, von wo aus ich an den Rand der grßen Rodung Beberbeck gelaufen bin. Dort hat man einen wundervollen Rundblick über Beberbeck und den dahinter liegenden Wald. Auch ohne markierten Wanderweg ist ein Verlaufen nicht möglich, da das Ziel immer zu sehen ist. In Beberbeck habe ich mir mal wieder die Reste des hemaligen Preussischen Gestüts und das Schloss angesehen, ehe ich hinauf zum Wald gewandert bin.

Beberbeck Oberhof
 Für einen weiteren Abstecher bis hin zum Urwald Sababurg oder der Holzape fehlte mir leider die Zeit und so ging es zunächst auf der von Eichen gesäumten Fahrstraße hinauf zum Waldrand. Direkt unterhalb der Scheunenanlagen findet sich noch ein beeindruckender Baum, der zurecht als Naturdenkmal betitelt ist. Selbst ohne seine belaubte Krone macht der einen imposanten Eindruck, der einen innehalten und über die eigene Belanglosigkeit nachdenken lässt.


Eichenallee                          Naturdenkmal                     Wolkenspiel

In einem weiten Bogen führte der Rückweg an vielen alten Eichen vorbei bis zum Niemebach, dem ich ein gutes Stück folgte. Auf dem letzten Stück machte ich noch einen Abstecher zum Selzerteich, der unweit des Startpunktes Mossgrund gelegen ist.

Für Freunde alter Eichen und schöner historischer Gebäude ist Beberbeck auf jeden Fall einen Besuch wert. Anreguungen zu einer Beberbeckwanderung und viele andere Touren findet ihr im Mein Reinhardwald Wanderführer.

Freitag, 10. Januar 2014

Wanderung und Geocaching Ahlberg

Mit den Kindern ging es mal wieder in den Wald. Da es im Winter im gegensatz zu den anderen Jahreszeiten nicht allzuviel Spannendes zu entdecken gibt, wie Käfer und Blumen etwa, lockerten wir die kleine Wanderung mit einer GPS-Schatzsuche auf. 
Geocaching nennt sich die immer beliebtere Schatzsuche, bei der es mit GPS-Gerät oder Smartphone hinaus geht, um kleine und ganz kleine Dosen zu finden, die andere Leute versteckt haben. Dort hinterlässt man einen Logbucheintrag und eventuell kann man noch etwas Tinnef tauschen.
Geocacheversteck

Als grobe Route haben wir den Ecopfad Mariendorf gewählt, weil es auf dieser Strecke ein knappes Dutzend Geocaches zu finden gibt und die Wegstrecke auch für Kinder nicht zu lang oder anspruchsvoll ist. Ganz nebenbei lernen sie an den Schautafeln auch noch etwas über die frühere Siedlungsgeschichte am Ahlberg, die die Informationen übersichtlich zusammengefasst darbieten. 

auf dem Ahlberg

Da die Runde durch das Geocaching deutlich länger dauert als normalerweise, empfiehlt es sich ein Picknick für zwischendurch dabei zu haben, um Hunger und Durst von vornherein keine Chance zu lassen.

Pause
Alles in allem war es heute eine schöne Runde, die übrigens gut auch für Geocaching-Neulinge geeignet ist und mit 2 Stunden inklusive Schatzsuche auch nicht zu lang ist.Für ambitioniertere Cacher gibt es auch Wandercaches mit über 10km Länge.
Eine genaue Wegbeschreibung des Ecopfades und andere Touren findet ihr im Mein Reinhardwald Wanderführer.

Sonntag, 5. Januar 2014

Lyrik


Der Wald ist ein besonderes Wesen


Der Wald ist ein besonderes Wesen,
von unbeschränkter Güte und Zuneigung,
das keine Forderungen stellt
und großzügig die Erzeugnisse
seines Lebenswerks weitergibt;
allen Geschöpfen bietet er Schutz
und spendet Schatten selbst dem Holzfäller,
der ihn zerstört. 

Siddhartha Gautama Buddha