Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Freitag, 30. Mai 2014

Wanderung um Beberbeck

Nach den vergangenen Regentagen war es mal wieder an der Zeit die Wanderschuhe anzuziehen und ein paar Kilometer zu laufen. Natürlich ist mir der Reinhardswald dafür am liebsten und da ich heute einen arbeitsfreien Tag hatte, gibg es hinaus in meinen Wald.

Das Auto stellte ich in Beberbeck ab und wanderte von dort erst einmal die Eichenallee hinauf bis zum Waldrand. Dort stehen ein paar beeindruckende Eichen, die als Naturdenkmal geschützt sind - zu Recht. Von hier oben hat man einen tollen Ausblick über Beberbeck und das Umland, die Friedenseiche und das  Hofgeismarer Land.

irgendwo bei Beberbeck

Als nächstes ging es wieder ein Stück hinunter zur Holzape, die wegen der vielen Regenfälle deutlich mehr Wasser führte als sonst. So kam es, dass auch die kleine Furt die ich queren musste deutlich zu tief für trockene Füße war. Sei es drum, wir Wanderer wissen, was nass wird, wird auch irgendwann wieder trocken.

Kurz nach der Furt tauchte ich in den Wald ein und wanderte am südlichen Rand des Urwalds entlang. Überall hat der Adlerfarn seine Blätter entrollt und bedeckt nun vielerorts den Waldboden mit seinen grünen Wedeln. Dieses Gewächs kann übrigends ein erstaunliches Alter von mehrern hundert Jahren erreichen.

beim Oberen Holzapetal

Am Rand des oberen Holzapetals bog ich dann ab und machte mich auf den Rückweg. Über einen ziemlich zugewachsenen Rückeweg erreichte ich schließlich die Hutealllee, die wieder inab nach Beberbeck führt.

 Alle die den Sommer im Wald ebenfalls genießen wollen, können sich im Mein Reinhardwald Wanderführer  ein paar Inspirationen holen. 

Samstag, 24. Mai 2014

Wanderführer Shop wieder erreichbar

Mein kleiner Internetshop für den Mein-Reinhardswald Wanderführer war wegen technischer Probleme des Providers das Wochenende leider nicht erreichbar.



Das Problem wurde behoben und ihr könnt nun den Shop wieder besuchen.

Mittwoch, 21. Mai 2014

RP stoppt Raumordnungsverfahren

Wie in der Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Kassel vom 21.05.2014 zu entnehmen ist, wurde das Raumordnungsverfahren (ROV) für die geplante Oberweserpipeline nicht eröffnet. K+S hatte im Januar einen entsprechenden Antrag bei der Behörde eingereicht, um den Bau der Pipeline und des Salzspeicherbeckens genehmigt zu bekommen.

Was ein ROV überhaupt ist


In einem Raumordnungsverfahren wird geprüft, wie große Bauprojekte mit den Zielen des Landesbauplans und der Raumordnung vereinbar sind. Dabei wird geprüft, wie verträglich sich ein Großprojekt realisieren lässt und welche Alternativen bestehen. Grundsätzlich werden bei einem Raumordnungsverfahren ökonomische, ökologische, kulturelle und soziale Aspekte berücksichtigt, die in ihrer Gewichtung jedoch nicht festgelegt sind. Am Ende soll die 'raumverträglichste' Möglichkeit unter Berücksichtigung aller Aspekte und aller Alternativen gefunden werden. Zwar ist die Feststellung eines ROV rechtlich nicht bindend, doch bildet sie für das folgende Zulassungsverfahren oft die Beurteilungsbasis.

Keine Alternative?


 
Genau an den darzulegenden Alternativen scheint nun die Eröffnung des ROV gescheitert zu sein. So heißt es in der Pressemitteilung des RP:
"Am Ende der Prüfung fehlten dem  RP zu einer Reihe der im Antrag formulierten Angaben die nachvollziehbaren Begründungen. Das Verfahrensrecht verlangt aber für ein ROV den Nachweis, dass und welche Alternativen, Vermeidungsmöglichkeiten und Eingriffsminderungen die Antragstellerin in ihre Pläne einbezogen hat. Unvollständig in diesem Sinne erschienen dem Regierungspräsidium beispielsweise die Angaben zum Speicherbeckenbedarf, zur Menge der Salzabwässer oder zur Herleitung des Endpunktes der Rohrfernleitung."

Wie ich an anderer Stelle in diesem Blog bereits geäußert habe, bleibt die Vermutung, dass es K+S mit echten Alternativen nie wirklich ernst genommen hat. Oder aber diese Alternativen sind eventuell doch gar nicht so 'unmöglich realisierbar' wie der Konzern immer wieder glaubhaft machen will.


Wie geht es weiter?


Als nächstes dürfte K+S den Antrag überarbeiten und die fehlenden Begründungen nachliefern. Im Anschluss wird, sofern die Unterlagen dieses Mal vollständig sind, das ROV eröffnet. Ob das Bundesgutachten bis dahin vorliegt darf bezweifelt werden. So liegt es dann beim RP über den Antrag zu entscheiden und diesen entweder zu genehmigen, ihn mit Auflagen zu versehen oder abzulehnen.

Doch selbst bei einer Ablehnung bleibt K+S immer noch der Weg über ein Zielabweichungsverfahren den Bau genehmigt zu bekommen. Die Natur hat da rechtlich leider weit weniger Möglichkeiten. Und so bleibe ich bei meiner Prognose, dass K+S am Ende auf Kosten unserer Heimat seinem Müll verklappen darf...

Montag, 5. Mai 2014

Bundesgutachten zur K+S Oberweserpipeline?

Es könnte noch einmal ordentlich Bewegung in die Sache um die Oberweserpipeline kommen. Wie hier an früherer Stelle bereits berichtet, ist von Seiten der Landesregierung auch zukünftig nicht zu erwarten, dass diese gegen den Bau der Pipeline nebst Salzwasserspeicher Position beziehen wird.

Nachdem die Pläne für die Trasse seitens K+S bekannt wurden, haben sich nun jedoch lokale Bundes- und Landespolitiker aus Hessen, Niedersachsen und OWL einmal selbst ein Bild von der Lage gemacht. Nicht zuletzt könnten nämlich auch andere Anrainer einer geplanten Nordseepipeline von den Salzabwässern betroffen sein.

unabhängiges Bundesgutachten


In der Folge will sich nun auch das Bundesumweltministerium mit der Sache befassen und in einer unabhängigen Studie prüfen lassen, welche Entsorgungsmethoden möglich sind und welche Kosten diese hätten. Dabei dürfte auch noch einmal die Eindampfung der Abwässer auf den Tisch kommen, was seitens K+S immer als zu kostenintensiv abgetan wurde. Anschließend wird das Bundesministerium eine Empfehlung aussprechen.


Es bleibt natürlich zu hoffen, dass der Bund Naturschutz, Lebensqualität und Erhalt der Region über die rein gewinnorientierten Ziele einer AG stellt. Zwar sind die Länder in der Folge nicht an die Empfehlungen des Bundes gebunden, in den meisten Fällen wird diesen aber gefolgt.

Ehrlich gesagt bin ich aber leider mehr als skeptisch, denn gerade auf Bundesebene ist die Lobby der Wirtschaft sehr groß und eine wirkliche Unabhängigkeit der Politiker manches Mal zu bezweifeln. Dennoch sollten wir mit allen möglichen Mitteln weiter gegen diesen Wahnsinn kämpfen.