Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Samstag, 30. Januar 2016

Wanderung zur Friedenseiche

Der Winter ist bekanntlich die Jahreszeit, an der alles grau erscheint, es oft bewölkt ist und die Tage kurz sind.
Nicht so am letzten Freitag, denn da lud Kaiserwetter zum Wandern ein. Früh morgens ging es also los in den Reinhardswald, mit dem Ziel der Friedenseiche einen Besuch abzustatten.

Friedenseichen bzw. Friedensbäume wurden oft gepflanzt, um an historische Friedenschließungen zu erinnern und zu mahnen, dass Kriegszeiten nur Verlierer kennt. Gerade in unserer heutigen Zeit finde ich, dass wir viel öfter dem Frieden gedenken müssten und uns immer wieder bewusst machen, dass wir mehr tun müssen, um diesen dauerhaft zu erreichen und zu erhalten. Wir nehmen diesen als selbstverständlich gegeben, doch ist er ein fragiles Gebilde, und wird durch Lobbyismus und Klientelpolitik in einer globalisierten Welt immer mehr für Profit einiger weniger aufs Spiel gesetzt.

Friedenseiche

Pünktlich zum Sonnenaufgang erreichten wir besagte Eiche, die an den historischen Frieden von 1871 erinnert, der das Ende des Deutsch-Französischen Krieges besiegelte.
Als alleinstehendes Naturdenkmal ist diese Eiche eine wirklich imposante Erscheinung und von ihrem Warthügel bietet sich eine wundervolle Rundumsicht in das hofgeismarer Umland.

Mit dem Sonnenaufgang verschwanden auch die leicht frostigen Temperaturen und eine angenehme, fast frühlingshafte Wärme breitete sich aus. Im strahlendem Sonnenschein ging es dann weiter am Waldrand entlang, ehe wir einen Rückeweg nutzen, um zum Moosgrund zu gelangen. Von dort aus wanderten wir ein Stück in Richtung Gottsbüren, ehe wir in einem Bogen zu den Donnereichen gelangten.

bei den Donnereichen

Warum diese Gruppierung aus Eichen diesen markanten Namen trägt konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen, doch spielt es auch keine Rolle, sind die Bäume doch wirklich beeindruckend.
Nach überquerung der Straße ging es langsam wieder zurück zum Ausgangspunkt. Mittlerweile waren auch unsere gefiederten freunde munter geworden und erfülltden den Wald mit ihrem Gezwitscher in bester Sommermanier.
Nach viel zu kurzer Zeit erreichten wir dann doch wieder das Auto und machten uns auf den Heimweg.

Wenn auch ihr die Freidenseiche einmal besuchen möchtet, findet ihr entsprechende Wandervorschläge dazu im Mein Reinhardswald Wanderführer.    

Mittwoch, 20. Januar 2016

Winter -Wonder- Wanderland

Lange hat es so ausgesehen, als würde der Winter komplett ausfallen. Doch nun ist er endlich da, mein Freund der Winter. Wenn es kalt ist draußen und der Schnee die Landschaft weiß verziert, dann ist es unbedingt Zeit für mich in den Wald zu gehen.

Winterzauber

Verschneite kleine Wanderwege laden zu ausgedehnten Touren in einer wundervollen Winterlandschaft ein und wenn dabei auch noch wie heute dicke Schneeflocken leise zu Boden segeln, dann ist es das perfekte Wanderwetter.
Die warme Jacke, Mütze und Handchuhe wurden hervorgekramt und dann ging es auch schon los. Von Waitzrodt aus stiefelten unsere beiden Pelznasen und ich zunächst zum alten Bergmannspfad und hinunter Richtung Holzhausen.

Rothbalzer Teich

In einem weiten Bogen wanderten wir anschließend auf noch weitgehend unberührten Schneewegen zum Rothbalzer Teich, der wie ein verschneites Juwel in der Landschaft lag, ehe wir im stillen Winterwald zum Ahlberg kamen.
Auch dem Benhäuser Teich statteten wir noch einen kurzen Besuch ab, ehe wir uns auf den gemütlichen Rückweg zum Gutshof machten.

Ich kann nur jedem empfehlen die wenigen Schneetage zu nutzen und draußen zu Fuß unterwegs zu sein. Wern ein paar Anregungen für Wanderungen sucht, kann diese im Mein Reinhardswald Wanderführer finden.