Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Sonntag, 16. Juli 2017

Einladung

Podiumsdisskussion


am Montag, den 17. Juli 2017
um 17:30 Uhr
im Weigands Hotel Peter
in Reinhardshagen-Veckerhagen
Weserstraße 2




Mittwoch, 12. Juli 2017

Regenwald

Der Wetterbericht sollte tatsächlich Recht behalten und es den ganzen Tag regnen und schütten.
Voller Vorfreude und mit ein wenig Sorge um einen freien Parkplatz machte ich mich auf in den Reinhardswald. Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass tatsächlich niemand da war, um bei diesem herrlichen Wetter wandern zu gehen. Und das, wo gerade hier sonst gerne mal die Hölle los ist. Ich hoffe ihr verzeiht mir die Ironie an dieser Stelle

niemand da

Natürlich will ich euch gerne einmal zeigen, warum ich denn so gerne bei diesem Hundewetter unterwegs bin. Zum einen kennt natürlich jeder den Spruch "Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung", und zum anderen ist mein Regenequipment in der Tat ausreichend für ein paar Stunden im Nassen.

Regenwald

Auf dem Bild oben und dem folgenden unten habe ich versucht zwei Regenstimmungen einzufangen. Natürlich fehlen die untermalenden Geräusche, der Regen, der unablässig auf das Blätterdach prasselt und der Wind, der an den Baumkronen rüttelt, bis sich Sturzbäche gen Boden stürzen.
Vögel hörte ich dagegen keine, die scheinen lieber in ihren Unterschlupfen bleiben zu wollen, bis sich das Wetter einigermaßen gebessert hat.

Baumriese

Bei und nach einem kräftigen Regen riecht unser Wald auch ganz besonders. Alles ist frisch, rein gewaschen und atmet tief durch. Diesen Duft mag ich ganz besonders und er verleiht augenblicklich  Kraft und gute Laune.

Ich kann euch nur empfehlen selbst einmal bei Regen in unseren Wald zu gehen, die einmaligen Stimmungen zu genießen und unsere Natur von einer ganz besonderen Seite kennen zu lernen.

Ach ja, selbst wenn ihr dabei nass werden solltet, ihr trocknet auch wieder :-)



Mittwoch, 21. Juni 2017

offener Brief zur Windenergie

Die Interessensgemeinschaft Reinhardswald hat jüngst einen offenen Brief an die Gemeindevertretungen geschickt, einen leidenschaftlichen Appell an die Vernunft, nicht stur nach Vorgabe und parteipolitisch verordneter Maßgabe zu entscheiden, sondern auch an Sachen wie Heimat und Natur vor der Haustür zu denken. Diesen Brief könnt ihr hier im Format dreier Bilder lesen:



Ich stimme dieser Position zu und habe in diesem blog auch schon Einiges zur Faktenlage, speziell den Bau der Windkraftindustrie im Reinhardswald betreffen, geschrieben. Gern dürft ihr unter dem Label 'Windräder' diese Beiträge lesen und euch am Ende selbst ein Bild von Der Sinn- oder Unsinnigkeit von Industrieanlagen im Wald machen.

Sonntag, 11. Juni 2017

Kaiserwandern

Heute konnten wir uns wieder einmal wie Kaiser fühlen, zumindest was das Wetter angeht. Überhaupt ist für viele Menschen der Sommer ja die Jahreszeit schlechthin zum Wandern.
Wer mich kennt weiss, dass ich jede Jahreszeit besonders gern habe und deswegen natürlich auch im Sommer immer wieder gerne im kühlen Reinhardswald unterwegs bin.

Eichenhain

Die Bäume tragen mittlerweile alle ihr Sommerkleid, das zarte Frühlingsgrün ist mit jeder Sonnenstunde kräftiger und dunkler geworden und der Wald hat seine schützende Krone über dem Boden ausgebreitet. Zum Glück, denn war es heute in der prallen Sonne für meinen Geschmack schon zu viel der Wärme. Dankbar für den kühlenden Schatten durchwanderten wir einige Eichenhaine, Farnfelder und Blumenwiesen. Abwechslungsreicher kann Wald wohl kaum sein. Ein nie abbrechendes, wohlklingendes Vogelkonzert begleitete uns auf Schritt und Tritt.

Lupinen 

Immer wieder begegnen wir farbenfrohen Sommerblumen, die schon von weitem als bunte Verzierungen im Wald leuchten. Ja, so kann der Sommer bleiben. Falls ihr einmal Lust habt, mich auf einer Wanderung im Reinhardswald zu begleiten, dann schaut doch mal nach den Terminen für eine meiner geführten Wanderungen auf www.Reinhardswaldwandern.de


Donnerstag, 8. Juni 2017

geführte Wanderung am 02.07.17

Das ist ja der Gipfel!- Wanderung zum Staufenberg


Ich lade euch ein, gemeinsam mit mir ein Stück Reinhardswald zu erkunden.
Am Sonntag 02.07.17 startet um 9:30 Uhr  meine Sommerwanderung zum Staufenberg.
Dieser ist zusammen mit dem Gahrenberg die höchste Erhebung des Reinhardswaldes.
Historische Eichenalleen, schöne Aussichtsplätze und sagenbehaftete Plätze warten zudem auf uns. Abwechslungsreiche Natur natürlich inklusive.



Wer mag kann gern auf dieser Runde meine und andere Geocaches suchen. Vor allem für Kinder ist diese Art der modernen Schnitzeljagd eine willkommene Bereicherung bei Wanderungen.

Alle Informationen und Anmeldung findet ihr auf www.Reinhardswaldwandern.de

Ich freue mich auf euch.

Freitag, 12. Mai 2017

Infoabend zur Windenergie


Am 19. Mai 2017 um 19.00 Uhr in der Kulturhalle Trendelburg - 
ein Thema was uns alle angeht!




Die freie Wählergemeinschaft veranstaltet einen Infoabend zum Thema Windenergie im Reinhardswald.

Bürger fragen - Experten antworten


Einige spannende Fragen die thematisiert werden:
- Brauchen wir windkraft im Wald?
- Warum gibt es 500 Bürgerinitiativen gegen Windräder in Deutschland?
- Wer trägt das Risiko?
- Naturpark und Windpark?
- Risiko oder Rendite?

Also Leute, informiert euch, stellt eure Fragen, denn es ist auch eure Heimat!

Sonntag, 7. Mai 2017

geführte Wanderung im Reinhardswald 21.05.17

Am 21.05.2017 möchte ich euch einladen, gemeinsam mit mir den Reinhardswald im Frühsommer zu entdecken.

Ein Frühsommermärchen


Auf dieser geführten Wanderung werde ich euch einen Querschnitt von allem zeigen, was den Reinhardswald so besonders macht. Einmalige Natur, Geschichte und Geschichten lassen uns genussvoll etwa 12 Kilometer erwandern.

Wandergruppe

Was genau an diesem und anderen Tagen geplant ist erfahrt ihr hier: Reinhardswaldwandern.de


Ich freue mich auf euch!

Sonntag, 23. April 2017

Bunt ist der Frühling

Auch wenn der April sich noch etwas wetterlaunisch zeigt, kann auch er den Frühling nicht mehr aufhalten.

Überall im Wald und auch an so manch überraschender Stelle keimt und treibt es kraftvoll den ersten wärmenden Sonnenstrahlen entgegen.

Buchenkeimling

Natürlich zieht es auch mich in dieser Jahreszeit nach draußen und wenn die ersten Farbflecken den winterbraunen Wald verzieren, kommt sogleich so etwas wie Frühlingsgefühl auf.

Schön und schmackhaft der Frühling


An jeder Ecke begegnen mir nun die bunten Frühjahrsblüher, Huflattich, Waldveilchen, Sauerklee, Schlüsselblume und Buschwindröschen lassen ihre Blüten im Wind schaukeln - um nur einige zu nennen. Viele dieser Gewächse sind dabei nicht nur schön anzusehen, sondern auch äußerst schmack- und nahrhaft. Natürlich darf man nicht einfach irgendwas in sich hineinstopfen, denn es gibt auch durchaus giftige Gesellen, wie etwa das Maiglöckchen.

Frühjahrsblüher

Mit etwas Knowhow allerdings zaubern wir im Handumdrehen wunderbare Bärlauch- oder Kräuterpestos, verzieren unseren Salat mit ein wenig Sauerklee oder rücken dem hartnäckigen Husten mit Huflattichtee auf den Pelz.

Hinter vielen unserer heimischen Pflanzen schlummern außerdem noch Geschichte und Geschichten, oder wusstet ihr, dass die Schlüsselblume nur auf der Erde wächst, weil Petrus ein Malheur passierte?

Wenn ihr Lust habt, begleitet mich auf eine meiner geführten Wanderungen, auf denen ich natürlich auch etwas über die heimische Pflanzenwelt erzähle.
Infos zu den Wanderungen findet ihr auf www.Reinhardswaldwandern.de

Sonntag, 9. April 2017

HNA Artikel über geführte Wanderung

Am 26.03. haben wir bei der ersten Wanderführung 2017 den frühen Frühling begrüßt.

Mit einer kleinen Gruppe ging es bei herrlichstem Wanderwetter in den schönen Reinhardswald und auf die Spuren von Geschichte, Geschichten und Natur.

Besonders gefreut hat mich, dass auch die Zeitung (HNA) sich für diese Wanderung interessiert hat und eine Reporterin entsandte, um von dieser zu berichten.

Für mich ist es natürlich ein schönes Lob, wenn Teilnehmer und auch die Presse am Ende einfach einen wundervollen Vormittag in Erinnerung behalten. Dann habe ich mein Ziel erreicht.

Artikel zum Vergößern anklicken

Vielleicht macht euch der Artikel Lust auch einmal an einer meiner geführten Wanderungen teilzunehmen, oder euch eine ganz persönliche Wanderung nach euren Wünschen planen zu lassen.

Alle Infos dazu gibt es auf www.Reinhardswaldwandern.de


Mittwoch, 29. März 2017

Kurzgedanken



Wirklich reich ist der, der mehr Träume in seiner Seele hat,
als die Wirklichkeit zerstören kann.
(Hans Kruppa)
 

Samstag, 4. März 2017

geführte Wanderung am 26.03.17

Wie ihr wisst biete ich als zertifizierter Wanderführer gelegentlich geführte Wanderungen im Reinhardswald an.

Am Sonntag den 26.03.2017 ist es wieder einmal so weit und ich lade euch ein, gemeinsam mit mir ein Stück Reinhardswald zu entdecken und dabei den ersten Frühing zu genießen.

im ersten Frühling

Was genau geplant ist, erfahrt ihr hier:
http://www.reinhardswaldwandern.de/Termine/termine.html

Ich freue mich auf euch!

Montag, 27. Februar 2017

Wanderführer die 4.!

Es ist so weit, die 4. Auflage des Mein Reinhardswald Wanderführers ist erschienen.

Es wurden geänderte Wegführungen übernommen und ein paar Bilder habe ich noch aufgehübscht. Ansonsten ist aber alles beim alten geblieben jede Menge Infos für Wanderungen und Freizeit im Reinhardswald. Wandern - Kultur - Freizeit eben.

Alle Infos gibt es auf meiner Webseite: Mein-Reinhardswald Wanderführer


die 4. überarbeitete Auflage

Sonntag, 19. Februar 2017

Licht und Schatten

Im vorherigen Beitrag hatte ich den Schattenwurf der Windräder angesprochen, ebenso den sogenannten Discoeffekt. In diesem Video seht ihr mal, was selbst ein 'kleines' Windrad für Auswirkungen hat. Und man komme mir nicht mit Argumenten wie 'es stört ja nur Tiere'...

video
Das Video wurde von meinem guten Freund Björn aufgenommen und mir netter Weise zur Verfügung gestellt. Danke!

Montag, 13. Februar 2017

Wind im Wald - Faktencheck zum Baubeginn


Im Februar beginnen nun also die ersten Arbeiten, um in unserer Region einen unschätzbaren Wald in eine Industrielandschaft zu verwandeln, unter dem Deckmantel des rein ökologische Vorteils versteht sich. Zwar liegt der Deiselberg nicht direkt im, aber unmittelbar am Reinhardswald und dürfte ein Vorgeschmack auf das sein, was auch im Reinhardswald kommen wird. Dass ich der Windkraft im Wald ablehnend gegenüber stehe, ist kein Geheimnis (kann man ja im blog hier nachlesen), dennoch versuche ich immer objektiv die Faktenlage zu bewerten. Für den kommenden Windpark Trendelburg habe ich daher ausschließlich Zahlen aus offiziellen Quellen verwendet, die für jedermann nachprüfbar sind.

Der erste Faktencheck



1. Was, Wo, Wie?

Der geplante Windpark wird im Gebiet KS12 des Teilregionalplans Energie Nordhessen errichtet, welches oberhalb von Sielen und Deisel liegt.
Sieben Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von jeweils 199 Metern sollen auf einer Gesamtfläche von 5ha gebaut werden. Mit diesen Anlagen sollen nach der Webseite des Projekts 31.500 Menschen mit Strom versorgt werden. Die Anlagen sind vom Typ Nordex N131/3300 mit einer maximalen Leistung von 3,3 MW. Diese Nennleistung liegt nach dem offiziellen Datenblatt ab einer Windgeschwindigkeit von 11,5m/s an.



2. Wieviel Strom wird fließen


Nach den Daten des offiziellen Teilregionalplans liegen am Deiselberg Windgeschwindigkeiten von 5,75 bis unter 6,25m/s vor. Bei Widgeschwindigkeiten um 6m/s liefert dieser Anlagentyp 0,7 MW

Unter Berücksichtgung von verschiedenen Haushaltsgrößen verbraucht in Deutschland eine Perosn ca  1.700 kWh. (Quellen: bdew und forsa) Um 31.500 Menschen mit Strom zu versorgen benötigen wir demnach also ca. 53.550.000 kWh Strom.

700 kW mal 7 Anlagen sind 4900 kW Strom - mal 8760 Stunden/Jahr = ca 42.900.000 kWh Strom. Uns fehlen also noch schlappe 10.650.000 kWh.



3. Licht und Schatten

Windanlagen werfen generell natürlich ihre Schatten in die Umgebung,j e höher die Anlage, desto weiter reicht die Verschattung. Bei Windkraftanlagen von 200m Höhe reicht der Schattenwurf bis zu 1,4 Kilometer! Zudem tritt der sogenannte Diskoeffekt auf, der ständige Wechsel von Licht und Schatten. Noch weiter als 1,4 Kilometer dürften die Lichtrefelxionen der Rotorblätter bei Sonnnenschein sein. Das größte Problem stellt die Bewegung des Schattens dar. Laut Länderausschuss für Immissionsschutz gelten Beschattungszeiten von lediglich maximal 30 Stunden im Kalenderjahr als nicht erheblich belastend. Das entspricht im Mittel 5 Minuten Verschattung pro Tag. Der lokalen Tierwelt düfte das wenig helfen, schließlich gilt das natürlich nicht für Waldbewohner. Gespannt darf man sein, ob die Anlagen auf Grund ihrer Höhenlage ihre Schatten bis zu den Ortschaften werfen.


4. Wie laut hätten sie es gern?

Laut Datenblatt der Firma Nordex produziert ein Windrad dieses Typs einen Lärm von 104,5 db, was in etwa der Lautstärke eines laufenden Kompressors oder Presslufthammer entsprichht.
Ab einer Lautstärke von 100 db gilt Lärm dabei als unerträglich. Gehörschäden sind auch bei kurzer Einwirkung bei dieser Lautstärke nahezu sicher. Eine Gewöhnung an Lärm findet niemals statt und das Risiko von Herz-Kreislauf Erkrankungen steigt. Lärm ist heutzutage als Krankheitsauslöser anerkannt. Wie sich die Tierwelt, die mitunter deutlich besser hört als der Mensch fühlen muss, darf jeder Windkraftbefürworter gerne mal im Selbstversuch an der nächsten Großbaustelle testen.


5. Alter Wald - neuer Wald

5 ha Wald werden permanent gerodet, zudem noch gut ein halber ha für weitere Zuwege während der Bauphase - im Anschluss sollen bis zu 6 ha neu gepflanzt werden.
Klingt soweit ganz vernünftig könnte man meinen. Bis sich ein frisch angepflanzter Wald jedoch zu einem funktionierenden Ökosystem entwickelt, dauert es Jahrzehnte, sofern man dem neuen Wald überhaupt die Chance dazu gibt. Außerdem ist durch die Fragmentierung des 'alten' Ökosystems die betroffene Fläche sicherlich deutlich größer als 5ha einzuschätzen. Negative Effekte, etwa auf das Grundwasser durch die Bodenversiegelung finden keinerlei Berücksichtigung. Umweltschäden durch austretende Betriebsstoffe sind jederzeit möglich. Trotz Blitzableitern besteht Feuergefahr. Bodendenkmäler, die in der Region häufig vorkommen, jedoch nicht erforscht sind, finden keine Berücksichtigung (eine archäologische Prüfung ist im Teilregionalplan empfohlen!). Bedenken über die örtliche Avifauna wurden ebenfalls nicht ausreichend geprüft, vor allem im Bezig auf Schwarzstorchvorkommen und den Rotmilan.
Somit verlieren wir erst einmal auf Jahrzehnte mindestens 5,5 ha intakten Wald, fragmentieren den örtlichen Lebensraum und zerstören eventuell unschätzbare kulturhistorische Stätten.


6. regionale Wertschöpfung?

Seit Beginn der Planungen über nordhessische Windenergie, weht groß auf den Fahnen immer die Prämisse regionaler Wertschöpfung, von der die Region und vor allem natürlich die Menschen profitieren sollen.
Planung und Realisierung des Trendelburger Windparks wird von der Dresdener Firma VSB übernommen. Wer den Betrieb der nach Plan 2018 fertiggestellten Anlagen übernimmt, ist bislang noch unklar. Aktuell liegen wir also bei 0% regionaler Wertschöpfung


7. Fazit

Verlierer sind nach aktueller Faktenlage ganz klar unser Ökosystem Wald, unsere wundervlle Heimatregion und nicht zuletzt die Menschen die hier wohnen.



Samstag, 28. Januar 2017

unser Zauberwald

Wie gerne ich im Reinhardswald unterwegs bin, muss ich hier wohl niemandem mehr erzählen. Auch nicht, wie wichtig der Schutz unserer Heimat für mich ist, der Erhalt der Natur, der Artenvielfalt und der wundervollen Landschaft.
Da ihr das alles bereits wisst, lasse ich heute einfach nur ein paar Bilder für sich sprechen, die von unserer heutigen Wanderung erzählen.

alte Huteeiche

 

Montag, 23. Januar 2017

Die Zukunft wird verschachert

Wie hier bereits berichtet, sind die ersten Flächen im Reinhardswald vom Land für Investoren freigegeben, die ihre Windkraftanlagen in unserem schönen und einmaligen Wald bauen wollen.

Nun sind die nächsten Flächen zugeteilt worden, wenn auch vertraglich noch nicht unterschrieben. So sollen die Flächen Farrenplatz und Langenberg der Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR) zur Verfügung gestellt werden, um dort 15 Großwindanlagen zu bauen.

Wirtschaftlichkeit? Fraglich!


Bei der zugeteilten Fläche handelt es sich um Gebiete der Vorrangfläche  KS04b, die mit Windgeschwindigkeiten von 5,75m/s  bis max. unter 7m/s angegeben ist. Schon erstaunlich, dass neue Flächen freigegeben werden, gilt doch die Untergrenze der Wirtschaftlichkeit von 5,75m/s!
Die Nennleistung erreichen Windkraftanlagen in der Regel erst ab ca. 12m/s!

kleines Windrad

Hinzu kommt eine Novellierung des EEG, wonach es zukünftig keine festen Einspeisevergütungen mehr gibt, sodern ein Bieterverfahren den günstigsten Einspeiser ermittelt. Das dürfte den Preis für die Vergütung weiter drücken und eine Wirtschaftlichkeit bei den vorliegenden Winden nahezu unmöglich machen.

Umweltzerstörung? Sicher!


Viel Schlimmer als die wirtschaftliche Unsinnigkeit ist jedoch die Zerstörung der Natur. Hier mal ein paar Fakten zu dem Gebiet Langenberg und der Umgebung:
- Entfernung zur Sababurg: 2 Kilometer
- Entfernung zur Wallfahrtskirche Gottsbüren: 1,5 Kilometer
- Entfernung zum Kloster Lippoldsberg: 4,1 Kilometer
- Diverse Bodendenkmäler durch das Landesamt für Denkmalpflege ausgewiesen.
- Schwarzstorch und Rotmilan Lebensraum
- Naturschutzgebietsnähe zum FFH "Weserhänge und Bachläufe"

düstere Aussichten für Vernunft und Natur

In der lokalen Presse wird gefeirt, dass die regionale EGR den Zuschlag bekommen wird und somit Teile der Wertschöpfung in der Region bleiben.

EGR- Wehrmutstropfen oder Schande?


Ist es zu begrüßen, dass die EGR den Zuschalg bekommt? Sollte es? Nein. Die EGR ist wie jeder andere Investor zu betrachten, schließlich hat die Genossenschaft nichts unternommen, um den wahren Wert des Reinhardswaldes zu schützen und zu erhalten! Zudem liegt das finanzielle Risiko am Ende bei den Kommunen, also auch den Bürgern, die die Verunstaltung ihrer Heimat zu ertragen haben und das bei äußerst fraglicher Wirtschaftlichkeit!
Wie clever unsere Haushaltspolitiker dabei in der Vergangenheit waren, muss ich wohl nicht weiter ausführen, da reicht ein Blick nach Calden. Starrsinn und Kurzsicht werden einmal mehr Vernunft und Weitsicht niederprügeln. Doch ich nehme Wetten an, dass man hinterher wieder einmal schlauer sein wird...

Mittwoch, 11. Januar 2017

neue Bücher braucht das Land

Vielleicht hat es der ein oder andere Shopbesucher bereits gesehen - die 3. Auflage des Mein-Reinhardswald Wanderführers ist ausverkauft. Eventuell könnt ihr noch das ein oder andere Exemplar in einer meiner Partnerbuchhandlungen finden (hier findet ihr die Link-Liste)

vergriffener Wanderführer

Gern möchte ich mich noch einmal bei allen Käuferinnen und Käufern herzlich bedanken und hoffe dass ihr alle viel Freude und viele schöne Wanderungen damit erleben konntet.

4. Auflage in Arbeit


Für alle die kein Exemplar mehr abbekommen haben, aber neugierig auf unseren wundervollen Reinhardswald sind, habe ich einen kleinen Trost. Die 4. Auflage ist aktuell in Arbeit und wird in Kürze wie gehabt im Selbstverlag erscheinen.

Wenn ihr eine Info bekommen möchtet, sobald das Buch fertig ist, schreibt mir einfach eine Mail an: info@mein-reinhardswald.de

Bis es so weit ist könnt ihr natürlich viele Infos und ein paar Wanderungen auf meiner Internetseite www.mein-reinhardswald.de finden.