Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Mittwoch, 23. August 2017

Denkmalschutz? Für den Ars...

Lange war es verdächtig ruhig um den Windradausbau im Reinhardswald. Umso beschämender nun der politische Aktionismus, der nicht nur gegen Sinn und Verstand, sondern auch gegen Bürgerwille und Anstand geht.
Aber der Reihe nach:

Die Friedenseiche.

Als weithin sichtbares Wahrzeichen und Mahnmal steht dieser wundervolle Baum seit 1871 auf seinem Warthügel. Er trägt zu Recht den Status Naturdenkmal und steht unter Schutz.
Ein paar Infos über diesen Baum findet ihr auf meiner Seite:
http://www.mein-reinhardswald.de/html/friedenseiche.html

Friedenseiche Hombressen

Nun hat das Regierungspräsidium den Bau eines fast 200 Meter hohen Windrades in unmittelbarer Nähe genehmigt - gegen den Protest der Stadt Hofgeismar und des Landrats, die (leider nur) planungsrechtliche Bedenken haben.

Ich habe ganz andere Bedenken. Man stelle ich einmal vor es werden 200 Meter Windräder hinter das Brandenburger Tor gebaut. Warum nicht? Weil es die Ansicht des Baudenkmals zertsören würde, obwohl es diesem selber keinen Schaden zufügt. In Sachen Naturdenkmal scheinen die Sachen anders zu liegen und es stellt offensichtlich kein Problem dar, diese wundervolle Ansicht zu verschandeln.

darf das sein?

Wieder einmal stehen hier wirtschaftliche Interessen von Anlagenbetreibern vor dem Interesse der Menschen und selbstredend der Natur. Nicht einmal mehr vor Naturdenkmälern wird mehr Halt gemacht, die Respektlosigkeit unserer Natur gegenüber ist mittlerweile grenzenlos. Zahlen darf die Zeche der dusselige Stromkunde, also genau du und die Menschen der Region, die dieses Monster vor der Haustür haben. (sucht mal hier im Blog nach dem Label Windräder, ihr werdet staunen wo euer Geld hingeht und was so eine WKA für Gefahrenpotenzial hat)

Diese Ignoranz der Politik ist nicht mehr zu ertragen und die Bürger werden wie zu Adelszeiten als nicht vielmehr als unnützer Ballast gesehen.

wie die Politik unsere Heimat zerstört.

Alternativlos? Neuland? Worte unserer Regierung! Am Ende haben sie von Nichts gewusst und stehen staunend vor verbrannter Erde.

Zum Heulen.

Montag, 14. August 2017

Früh dran - die erste Pilzpfanne

War es letztes Jahr noch sehr sehr mühsam überhaupt ein paar schmackhafte Speisepilze zu finden, so überrascht uns die Natur dieses Jahr mit einer ungewöhnlich frühen Pilzmahlzeit.

Gestern habe ich eine nette Gruppe durch den Reinhardswald geführt (www.Reinhardswaldwandern.de) und überall am Wegesrand standen, nicht übersehbar die eigenartigen Pilzgewächse jeglicher Art und Geschmacksrichtung.

lecker

Dieser Einladung konnte ich natürlich nicht widerstehen und so zog ich frühmorgens aus, um die am Sonntag verschonten Exemplare zu suchen. Das Wetter zeigte sich auch noch von seiner besten Seite und so konnte ich bei herrlichem Sonnenschein mit meinem Pilzkörbchen in den Reinhardswald ziehen.

Schwefelinge - nicht so wirklich genießbar

Wie nicht anders zu erwarten war dauerte es nicht lange, bis ich die ersten Röhrlinge in meinen Korb legen konnte. Neben allerlei essbaren Pilzen, finden sich darüber hinaus natürlich auch noch viele andere Sorten im Wald. Immer wieder überraschen die kleinen und großen Fruchtkörper mit neuen Formen und Farben.

einfach köstlich

Da ich zu Hause der einzige bin, der frische Waldpilze mag, habe ich nur gesammelt, was ich auch essen wollte. Das empfehle ich allen, denn warum sollten wir den Wald leersammeln wenn wir am Ende nicht alles verwerten können?
Ich bin guter Dinge, dass es für dieses Jahr nicht die letzte leckere Pilzpfanne gewesen ist und freue mich schon auf den nächsten Sammelspaziergang.